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FASNACHT: Umzug zieht an Menznau vorbei

Wegen Personalmangels findet der Menznauer Fasnachtsumzug heuer nicht statt. Auch andere Organisatoren haben Mühe, Nachwuchs zu finden.
Cyril Aregger
Die Güggelizunft Daiwil am - vorerst - letzten Umzug in Menznau 2012. (Bild Nadia Schärli)

Die Güggelizunft Daiwil am - vorerst - letzten Umzug in Menznau 2012. (Bild Nadia Schärli)

Cyril Aregger

Bereits jetzt schränzt es allerorten. Und ab Donnerstag startet die Fasnacht mit zahlreichen Umzügen im ganzen Kanton so richtig durch. Nicht so in Menznau. Der Umzug, der bislang alle drei Jahre am Schmutzigen Donnerstag stattfand, wird heuer nicht durchgeführt. Grund: Die Organisatorin, die Menznauer Zapfwälle-Zunft, hat sich im letzten Frühling aufgelöst.

Notbremse gezogen

Personalmangel war für den Entscheid ausschlaggebend, sagt der ehemalige Präsident Urs Sidler. «Vor etwa zwölf Jahren gründeten rund 30 junge und meist ledige Personen die Zunft und übernahmen auch die Organisation des Umzugs», erzählt Sidler. «Nun haben wir keine neuen Vorstandsmitglieder gefunden, die Mitglieder sind älter geworden, viele haben Familie und sind beruflich stark engagiert. Zunftnachwuchs gab es praktisch keinen.» Deshalb habe man beschlossen, die Zunft aufzulösen. Sidler bedauert es, dass Menznau nun keinen Fasnachtsumzug mehr hat. Aber man habe die Notbremse ziehen müssen: «Der Entscheid fiel einstimmig. Die Umzugsorganisation, der Wagenbau und die Vorstandsarbeit, das war zu viel Arbeit auf zu wenigen Schultern.» Er hofft, dass es in Zukunft wieder gelingt, in Menznau einen Umzug zu organisieren. «Ich glaube, es gibt im Dorf schon Gruppen, die die Aufgabe in Zukunft stemmen könnten.»

Guuggenmusig hat zu viel zu tun

Bei den Seewooggosler, der einzigen Menznauer Guuggenmusig, bedauert man das Ende des Umzugs ebenfalls. Den Umzug selber zu organisieren sei aber eher keine Option, sagt Präsident Joel Bühler. «Dafür haben wir in der Fasnachtszeit einfach ein zu grosses Programm.» Auch Bühler hofft aber, dass es im Dorf wieder einen Umzug geben wird: «Falls ein anderer Verein einen Umzug organisieren würde, könnte dieser sicherlich auf die Unterstützung der Gosler zählen.»

Auch Romoos sucht Mitglieder

Der Umzug in Menznau fand jeweils im Wechsel mit Menzberg und Romoos statt. Auch Sepp Wiki, Präsident der Bäre-Zunft Romoos, bedauert das Ende des Menznauer Umzugs. Direkte Auswirkungen habe dies auf die Romooser Fasnacht aber nicht: «Wir fahren so weiter wie bisher und werden den Romooser Umzug nicht häufiger durchführen. Sonst müssten wir alles umkrempeln, denn auch unser Zunftmeister wird für einen 3-Jahres-Turnus gewählt.» Die Bärezunft wurde zwar erst vor neun Jahren gegründet, doch schon zuvor hatte die Vorgängerorganisation, der Fasnachtsverein, Umzüge organisiert. Trotzdem muss auch die derzeit 13-köpfige Bäre-Zunft um Mitglieder kämpfen. «Wir kommen momentan gerade so durch», sagt Wicki. «Wir merken aber auch, dass die Leute heute nicht mehr so viel Zeit aufwenden wollen.» Auch deshalb hat die Bäre-Zunft dieses Jahr keinen Zunftmeister erküren können. Wicki ist aber zuversichtlich, dass nächstes Jahr ein neuer Zunftmeister eingesetzt werden kann.

Daniel Suppiger, Präsident des Fasnachtsvereins Menzberg, sagt ebenfalls: «Es wird immer schwieriger, Umzüge durchzuführen.» Und dies, obwohl der 40-jährige Verein mit seinem neunköpfigen Vorstand gut 200 aktive und passive Mitglieder zählt. Wie Romoos wird auch Menzberg den 3-Jahres-Turnus beibehalten. Suppiger hofft, dass sich in Menznau wieder jemand findet, der den Umzug organisiert. «Es ist immer schade, wenn fasnächtliche Kultur verloren geht.»

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