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FASNACHT: Wey-Zunftmeister Jörg Krähenbühl: Vom höchsten Luzerner zum Fasnachtsgewaltigen

SVP-Grossstadtrat Jörg Krähenbühl (60) ist neuer Wey-Zunftmeister. Er tritt damit in die Fussstapfen seines Vaters – und übernimmt gleich auch noch dessen Motto.
Jörg Krähenbühl (links), sekundiert von Weibel Andreas Suppiger. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 2. Januar 2018))

Jörg Krähenbühl (links), sekundiert von Weibel Andreas Suppiger. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 2. Januar 2018))

«Erleichtert» sei er, sagte der frischgebackene Wey-Zunftmeister Jörg Krähenbühl am Dienstagabend kurz nach seiner Wahl am Bot im Casineum. «Ein Jahr lang das Amt zu bekleiden, macht riesig Freude, und es ist eine grosse Ehre, dafür angefragt zu werden.» Zur Seite steht ihm der 42-jährige Rothenburger Andreas Suppiger als Weibel.

An der Spitze zu stehen, ist für den 60-jährigen Krähenbühl keine neue Erfahrung. Bekannt war er bisher jedoch eher als Politiker denn als Fasnächtler. Seit 2006 vertritt der Luzerner die SVP im Grossen Stadtrat. Im Amtsjahr 2014/15 präsidierte er diesen gar, durfte sich also «höchster Luzerner» nennen. Beruflich arbeitet Krähenbühl als Einschätzungsexperte Steuern bei der Gemeinde Adligenswil.

Wie tickt der neue Wey-Zunftmeister privat? Er hat eine Partnerin, Heidi Burri, und zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe. Lesen, Kochen und vor allem auch das Singen gehören zu seinen Hobbys. Der Backgammon-Chor Luzern hat in Krähenbühls Leben eine ganz besondere Bedeutung – dort wirkt er seit vielen Jahren als Tenor mit Leidenschaft mit.

Vater war vor 30 Jahren Wey-Zunftmeister

Nicht wegzudenken aus seinem Leben ist selbstverständlich auch die Fasnacht. Wie sollte sie auch: Sein Vater Hansueli Krähenbühl war bereits Wey-Zünftler; als solcher amtete er vor exakt 30 Jahren ebenfalls als Wey-Zunftmeister. Sohn Jörg war damals häufig mit dabei und hat viele Erinnerungen an diese Zeit. So gute gar, dass er gleich auch das Fasnachtsmotto seines Vaters nochmals aufleben lässt und zu seinem eigenen macht: «De Weyzonftmeischter Chräiebüel riisst alli Fasnächtler vo de Schtüel!»

Welche Aufgaben sind es, auf die sich der neue Wey-Zunftmeister und sein Weibel besonders freuen? Da ist einerseits selbstverständlich der Güdismontag, der Ehrentag der Wey-Zunft an der Fasnacht mit Tagwache und Umzug. Andererseits gebe es viele Anlässe, an denen das gesellige Beisammensein gepflegt werde. So können Krähenbühl und Suppiger die anderen Fasnachtsgewaltigen kennen lernen.

Zunftmeister sei man zudem weit über die Fasnacht hinaus, sagt Krähenbühl. So gebe es das Jahr hindurch viele Geburtstagsfeiern, Mondscheinfahrten oder Turmlunche. Dass der Zunftmeister und sein Weibel harmonieren, das wurde im Gespräch offensichtlich. Lachend fassten sie ihre Erwartungen an die kommende Zeit folgendermassen zusammen: wenig Schlaf und viele schöne Erlebnisse.

Hannes Bucher

stadt@luzernerzeitung.ch

60-jährige Jörg Krähenbühl aus Luzern (links) ist Wey-Zunftmeiser. Andreas Suppiger aus Rothenburg ist Weibel. (Bild: PD/Heinz Steimann)

60-jährige Jörg Krähenbühl aus Luzern (links) ist Wey-Zunftmeiser. Andreas Suppiger aus Rothenburg ist Weibel. (Bild: PD/Heinz Steimann)

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