Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FASNACHT: Wild, forsch, beliebt wie nie: Der Umzug in Sursee

An der Sure ist der «Wöude Wöude Weschte» ausgebrochen. Nebst netten Cowboys gabs auch eine Prise Horror.
Luca Merlo
Mottogetreu inszenierte «Boygroup & Co.» einen Überfall auf eine Postkutsche. (Bild: Pius Amrein (Sursee 13. Februar 2018))

Mottogetreu inszenierte «Boygroup & Co.» einen Überfall auf eine Postkutsche. (Bild: Pius Amrein (Sursee 13. Februar 2018))

Luca Merlo

kanton@luzernerzeitung.ch

Bereits eine Viertelstunde vor Umzugsbeginn ist die Central­strasse in Sursee bis hin zum Münsterplatz von zahlreichen Fasnächtlern gesäumt, an gewissen Stellen ist fast kein Durchkommen mehr. Der stahlblaue Himmel scheint rekordverdächtig viele Besucher an die Surseer Fasnacht gelockt zu haben, wie Florian Felber, der Ausrufer der Zunft Heini von Uri, bestätigt: «Damit habe ich nicht gerechnet. So viele Leute kamen glaube ich noch nie.» Auf jeden Fall eine tolle Kulisse für die 50 Nummern und Guuggen, die am Dienstag am Umzug teilnahmen. Zudem mischten sich auch noch ein paar «wilde Nummern» drunter.

Ein Highlight mit Gänsehaut-Potenzial bildete die Gruppe «Schenkastico» mit ihrem Sujet «der moderne Prometheus – e Mönsch z’erschaffe im Labor esch en Horror»: Einer Prozession von einem Dutzend schauriger Fabel-Gestalten, die schweigend durch die Menge schritt, folgte ein riesiger Wagen mit einem aufgebauten Grusel-Labor. Darin machte sich ein verwegener Forscher ziemlich unzimperlich an einem halbfertigen Körper zu schaffen, der an diversen Infusionen hing. Eine gelungene Anspielung auf das aktuelle Thema der neuen Möglichkeiten in der Gentechnologie.

Unter den mottogetreuen Nummern fielen die «Boy-Group & Co» auf, die eine aufwendig gestaltete Postkutsche mitführten und einen Überfall inszenierten, der wegen der Interpretation des Songs «Cotton Eye Joe» besonders heiter ausfiel. Ein weiterer Höhepunkt stellte der Mottowagen der Zunft dar, der von den Mitmeistern mit Liebe zum Detail gestaltet wurde und gleich noch Old Shatterhand höchstpersönlich mitführte.

Ungebrochene Beliebtheit seit 1878

Der Fasnachtsumzug der inzwischen 142 Jahre alten Zunft Heini von Uri hat eine lange Tradition in Sursee. «Soweit wir wissen, veranstaltete die Zunft bereits in ihren Anfängen Fasnachtsumzüge. Die älteste Einladung, die ich im Stadtarchiv gefunden habe, stammt aus dem Jahr 1878», erklärt Felber. An Beliebtheit hat der Umzug in Sursee auf jeden Fall kein Quäntchen eingebüsst, wie der Dienstag eindrücklich bewies.

Umzug in Kürze

Anzahl Nummern: 50
Anzahl Zuschauer: 16'000
Stimmung: bunt-fröhlich
Dauer: 120 Minuten
Highlight: Wagen der Heinizunft

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.