FASNACHTSBÄLLE: Teenies mit IDs von Erwachsenen unterwegs

Immer mehr Jugendliche verschaffen sich während der Fasnachtszeit mit Identitätskarten von Erwachsenen Eintritt an Fasnachtsanlässe mit Mindestalter. Das ist strafbar.

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Szene einer Ausweiskontrolle. (Symbolbold Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Szene einer Ausweiskontrolle. (Symbolbold Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Die Luzerner Polizei hat festgestellt, dass sich die Vorfälle häufen. Während im Jahr 2007 sieben Vorfälle gemeldet wurden, verzeichnete man im Jahr 2008 insgesamt 37 und im Jahr 2009 insgesamt 76 Vorfälle, wie die Strafuntersuchungsbehörden mitteilen.

Gegen Jugendliche, welche mit solchen Ausweisen erwischt werden, leitet die Jugendanwaltschaft ein Strafverfahren ein. Grundsätzlich werden sie mit einer Busse bestraft und müssen zusätzlich die Untersuchungsgebühren bezahlen. Die verwendete Identitätskarte wird dem Passbüro zur Vernichtung zugestellt. Auch die erwachsenen Personen, welche die Identitätskarte zur Verfügung stellen, machen sich strafbar. Gegen sie wird beim zuständigen Amtsstatthalteramt eine Untersuchung eingeleitet. Sie müssen in der Regel mit Geldstrafen, den Untersuchungskosten und einem Strafregistereintrag rechnen.

scd