FASNACHTSSTART: Eidgenüssliches JoDuFäscht ist eröffnet

Das JoDuFäscht startete am Mittwochabend in die Fasnacht 2008 dank einem Zug aus Aarau. Echte Jodler nahmen Anschauungsunterricht.

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Majoretten begleiteten die Fahne des JoDuVerbandes auf ihrem Weg vom Bahnhof Luzern zum Mühleplatz. (Nadia Schärli/Neue LZ)

Majoretten begleiteten die Fahne des JoDuVerbandes auf ihrem Weg vom Bahnhof Luzern zum Mühleplatz. (Nadia Schärli/Neue LZ)

Kakofonische Klänge, Juchzer und Alphornmusik erklangen am Luzerner Bahnhof, als am Mittwochabend um Punkt 18.49 Uhr der Zug aus Aarau eintraf. Er brachte rund 500 Luzerner Fasnächtlern die «Eidgenüssliche Zentralfahne» aus der Stadt, in der das letzte eidgenössische Jodlerfest stattgefunden hatte. In Anspielung an die Zentralfahne der Schweizer Jodler, die dieses Jahr vom 26. bis 29. Juni in Luzern das Eidgenössische Jodlerfest feiern, wurde das Banner von den Fahnendelegationen aller am Projekt JoDuFäscht beteiligten Fasnachtsgruppen in Empfang genommen.

Majoretten und die Guuggenmusig Rüüssfrösch gingen in historischen Originaluniformen der Feldmusik Luzern dem Träger der Fahne des JoDuVerbands und seinem Tross voraus. Es folgten die rund 70 Fahnendelegationen über die gesperrte Bahnhofstrasse zum Mühleplatz.

Die wahren Jodler sind begeistert
Die Aktion war der Start zum JoDuFäscht, mit dem das offizielle Eidgenössische Jodlerfest 2008 von den Luzerner Fasnächtlern auf witzige Weise vorweggenommen werden soll. Unter anderem geben die beteiligten Guuggenmusigen, Formationen, Zünfte und Gesellschaften am Donnerstagmorgen an verschiedenen Standorten in der Stadt Jodelgesänge zum Besten und werden von einer Jury bewertet.

Die echten Jodler sind von den Ideen angetan, wie Marco Thomann, OK-Vizepräsident des JoDuFäscht, sagt: «Die Mitglieder des Zentralschweizer Jodelverbandes waren zuerst skeptisch.» Jetzt aber seien sie begeistert. Das bestätigt Verbandspräsident Markus Riedweg: «Wir verstehen es als eine Hommage an die Jodler, dass wir eine ganze Luzerner Fasnacht zu bewegen vermögen.» Riedweg hat sich die Fahnenübergabe jedenfalls angesehen, denn vielleicht, so Riedweg, «können wir bei den Fasnächtlern sogar noch etwas lernen».

Hugo Bischof unf Stefan Schütz