Fasnachtsumzug in Malters: Politisch und poetisch

Schulkinder, Jugendgruppen und Sportvereine: Der «Motteri-Umzug»
trieb es mit einer Vielfalt von Umzugsteilnehmenden bunt – und schaumig.

Larissa Haas
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Impressionen vom Umzug in Malters. (Bild: Dominik Wunderli, Malters, 4. März 2019)

Impressionen vom Umzug in Malters. (Bild: Dominik Wunderli, Malters, 4. März 2019)

Als sich gegen 14.50 Uhr die ersten Sonnenstrahlen auf Malters legten, machte sich die Guuggenmusig Ämmeruugger bereit, um, mit einer Stunde Verspätung, den 42. «Motteri-Umzug» zu eröffnen. Dass ausgerechnet sie an der Spitze des 36 Nummern langen Umzugs gehen durften, hatte seinen Grund, wie man aus dem Programm vernehmen konnte: «Sie tüend hüür chräftig jubiliere, ond dorom z’vorderscht defiliere.»

Inmitten eines Meeres von Seifenblasen, ordentlich Weissweinausschank und einer mannshohen Geburtstagstorte forderte die Guuggenmusig aus Malters schliesslich jeden dazu auf, ihr 35-Jahr-Jubiläum in «gäub-wiis-blau» mitzufeiern. Den Jubilaren folgten schliesslich zahlreiche Kindersujets, darunter etwa Zwerge, Unterwasserwelten oder auch ein Indianerdorf. Die Dritt- und Viertklässler vom Schulhaus Eischachen stachen als kartonierte Mayas aus der Masse heraus

Trump und «RocketMan» am Umzug in Malters. (Bild: Dominik Wunderli, Malters, 4. März 2019)

Trump und «RocketMan» am Umzug in Malters. (Bild: Dominik Wunderli, Malters, 4. März 2019)

Trump: der ewige Bestseller

Überhaupt bot der «Motti-Umzug» mit seinem durchmischten Programm viel Unterhaltung: Der STV Malters sorgte etwa als Clown-Bande mit einer Live-Performance auf dem Barren für Spektakel. Die Mausohren Malters entdeckten mit ihrem roten Touristenbus das Dorf von einer ganz neuen Seite und die Jungwacht präsentierte mit ihren rennenden Hausrindern ihre eigene Interpretation der Hornkuh-Initiative.

Schaumparty am Motteri-Umzug. (Bild: Dominik Wunderli, Malters, 4. März 2019)

Schaumparty am Motteri-Umzug. (Bild: Dominik Wunderli, Malters, 4. März 2019)

Schaumparty statt Konfettiregen

Auch der letztjährige Liebling der Fasnacht war in Malters vertreten: Präsident Trump winkte mit «Rocketman» Kim Jong-Un, begleitet von der US-Nationalhymne, seinen Fans am Strassenrand zu. Für ordentlich Zündstoff sorgte schliesslich die Lochbar Malters: Statt Konfetti oder Papierschnipsel feuerten sie nämlich Seifenschaum los und erinnerten daran, dass Träume doch eigentlich nur Schäume sind.