Fastenopfer
Die Freitagssuppe der Pfarrei Sursee ist auch in der Coronazeit beliebt

Die Pfarrei St.Georg verteilt in Sursee, Schenkon und Mauensee an vier Freitagen Suppe und sammelt damit Kollekten für Fastenopfer im Kongo. Was aus der Not entstand, erfreut sich immer grösserer Beliebtheit.

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(rt) Wurden vor zwei Wochen 40 Suppen bestellt, waren es letzte Woche bereits 160, an diesem Freitag dann sogar 270. Die Pfarrei St.Georg verteilt an vier Freitagen Suppe und sammelt so Geld für Fastenopfer im Kongo. An diesem Freitag wurden mehr als 80 Liter Gemüsesuppe, 25 Kilo Brot und 25 Bleche mit Wähe verteilt, wie die Pfarrei in einer Mitteilung schreibt.

Priester Joseph Kalamba hilft der Pfarrei St.Georg, Suppen an die Haushalte zu verteilen.

Priester Joseph Kalamba hilft der Pfarrei St.Georg, Suppen an die Haushalte zu verteilen.

PD

«Wenn die Menschen nicht zur Suppe kommen können, muss die Suppe eben zu den Menschen», hat sich Pfarreileiter Claudio Tomassini gesagt. Immer zur Fastenzeit lädt die Pfarrei St.Georg viermal zu einem Suppenessen draussen auf dem Martignyplatz ein – ein Anlass, bei dem jeweils über 400 Menschen zusammenkommen. Da dies wegen Corona nicht möglich ist, bringen Katechetinnen und das Seelsorgeteam nun Gemüsesuppe an die Haustüre. «Wir spüren eine riesige Dankbarkeit von den Menschen», sagt Claudio Tomassini. Viele seien es sich in Coronazeiten gar nicht mehr gewohnt, dass jemand an ihrer Türe klingle.

Prominente Unterstützung

Letzten Freitag bekam das Pfarreiteam Unterstützung von Bischof Felix Gmür, der mit dem Fahrrad Suppe in die Haushalte verteilt. An diesem Freitag half Joseph Kalamba mit. Der in Wettingen arbeitende Priester wurde in der südkongolesischen Provinz Kasai geboren. Er sagt:

«Ich freue mich, so viel Solidarität mit dem Kongo zu spüren.»

Am Freitag, 26. März, wird am Vormittag zum letzten Mal die «Freitagssuppe» verteilt. Bestellt werden kann bis am Mittwoch (Telefon: 041 926 80 60).