FC ADLIGENSWIL: Das Verfahren dauert noch Monate

Ein Fussballjunior wird mit 1,2 Promille Alkohol im Blut aufgegriffen. Der verantwortliche Juniorenobmann wird freigestellt. Von neuen Vorwürfen ist die Rede.

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Weitere Vorwürfe gegen den Juniorenobmann wurden laut. (Symbolbild Beat Blättler/Neue LZ)

Weitere Vorwürfe gegen den Juniorenobmann wurden laut. (Symbolbild Beat Blättler/Neue LZ)

Der Fall vom letzten September schockierte: Ein C-Junior des FC Adligenswil im Alter von 13 oder 14 Jahren hatte einen Alkoholwert von 1,2 Promille im Blut. Ein Buschauffeur wollte den betrunkenen Junior nicht mitnehmen, worauf ein zufällig im Bus sitzendes Ärzteehepaar auf ihn aufmerksam wurde und ihn ins Spital brachte.

In Untersuchungshaft
Der Junior erhielt die alkoholischen Getränke vom damaligen Juniorenobmann des FC Adligenswil. Dieser wurde verhaftet und vom Verein per sofort freigestellt. Zu einer Verurteilung kam es aber noch nicht. «Die Ermittlungen dauern noch immer an und dürften noch einige Monate dauern», sagt Simon Kopp von den Luzerner Untersuchungsbehörden. Der Juniorenobmann sass im Herbst während einer Woche in Untersuchungshaft. Nur wegen des Verabreichens von alkoholischen Getränken dürften die Ermittlungen wohl nicht so lange andauern. «Dazu äussern wir uns nicht», sagt Kopp.

Mirco Stierli, der Präsident des FC Adligenswil, spricht hingegen von weiteren Vorwürfen, ohne darauf genauer einzugehen. Über den aktuellen Stand der Untersuchung ist er nicht im Bild. Für ihn ist jedoch wichtig: «Im Verein ist wieder Ruhe eingekehrt. Nachdem wir offen unsere Mitglieder und Sponsoren über die Suspendierung des Juniorenobmanns informiert haben, sind mir keine weiteren Fälle oder Übergriffe zugetragen worden», sagt Stierli.

Christian Bertschi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.