FC LUZERN: 50 Meter Stacheldraht gegen Fussballchaoten

Ausschreitungen wie im Cup-Halbfinal soll es auf der Luzerner Allmend nie mehr geben. Sofortmassnahmen sind Stacheldraht und ein Alkoholverbot für Gästefans.

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Vor dem Gästesektor der Lu­zerner Allmend wird Stacheldraht verlegt. (Bild Corinne Glanzmann/ Neue LZ)

Vor dem Gästesektor der Lu­zerner Allmend wird Stacheldraht verlegt. (Bild Corinne Glanzmann/ Neue LZ)

Nach den wüsten Szenen vom Ostermon­tag rüstet sich der FC Luzern für das Meisterschaftsspiel gegen den FC Sion von morgen Mittwoch Abend.

So ist der Zaun vor dem Gästesektor am Montag Nachmittag mit 50 Metern Stacheldraht verstärkt worden. Zudem prüft der FC Luzern in Absprache mit der Polizei ein Alkoholverbot im Gästesektor. Ob dieses gegen Sion auch tatsächlich zum Tragen kommt, verrät Mike Hauser, Sicherheitschef des FC Luzern, nicht.

Die Kantonspolizei Luzern hat inzwischen einige der Chaoten, die nach dem Cup-Halbfinal gegen den FC Sion am Ostermontag das Spielfeld gestürmt hatten, identifizieren können. Alle werden ein zweijähriges Stadionverbot erhalten. Ob ihnen noch weitere Sanktionen drohen, kann Hauser noch nicht sagen.

Chaotenbilder ins Internet
Alle anderen Chaoten haben nun bis morgen Mittwoch um 18 Uhr Zeit, sich bei der Polizei zu melden. Tun sie dies nicht, werden ihre Bilder zur Fahndung ins Internet gestellt. Dies hat die Polizei bereits nach einem Vorfall im Juli 2007 getan. Der FC Luzern erwägt zudem, die Chaoten finanziell zur Rechenschaft zu ziehen. Er prüft entsprechende zivilrechtliche Schritte.

Roger Rüegger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.