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Die Zentralschweizer Kantone diskutieren über ein Feuerverbot

Die Waldbrandgefahr ist in der ganzen Zentralschweiz erheblich. Die Behörden einzelner Kantone beraten nun über eine weitere Anhebung der Gefahrenstufe. Die Kantone können parallel dazu Massnahmen ergreifen. Bei einem absoluten Feuer-Verbot im Freien wäre auch das Abbrennen von Feuerwerk am 1. August nicht erlaubt.
Marc Benedetti
Es herrscht Waldbrandgefahr in weiten Teilen der Schweiz. (Bild: Arno Balzarini/Keystone)

Es herrscht Waldbrandgefahr in weiten Teilen der Schweiz. (Bild: Arno Balzarini/Keystone)

Die Waldbrandgefahr steigt mit der Trockenheit weiter an. Denn die Hundstage bringen weitere Hitze und Trockenheit. Die Zentralschweiz liegt momentan in der (orangen) Gefahrenstufe «erheblich». Das kann man der Waldgefahrenkarte des Bundesamts für Umwelt (BAFU) entnehmen, die täglich aktualisiert wird (siehe Infobox). Zuständig für Massnahmen – also den Erlass von Verboten – sind die Kantone.

Im Wallis, im Tessin und in den Südtälern Graubünden haben die Kantone absolute Feuerverbote im Freien erlassen. Das bedeutet auch das Ende des Feuerwerkszaubers am Nationalfeiertag.

Soweit wird es in der Zentralschweiz wohl nicht kommen. Doch in allen fünf Kantonen stecken diese Tage die für die Wälder zuständigen Ämter, die Feuerwehrinspektoren und Polizisten die Köpfe zusammen, um das weitere Vorgehen zu beraten.

Laut Urs Felder, Fachleiter Schutzwald bei der Luzerner Dienststelle Landwirtschaft und Wald (Lawa), fand am Montagnachmittag eine Sitzung mit Vertretern des Feuerwehrinspektorats und der Luzerner Polizei zum Thema Waldbrandgefahr statt. «So wie es aussieht, geht es in Luzern in Richtung eines Feuerverbots», sagt Felder.

Wie dieses ausgestaltet wird– ob als absolutes Feuerverbot im Freien, als absolutes oder als bedingtes Verbot im Wald und in Waldesnähe zu feuern – steht noch nicht fest. Luzern werde sich zudem mit den anderen Zentralschweizer Kantonen abstimmen, betont Felder.

Wie sieht es in den anderen Kantonen aus? Im Kanton Uri ist der Feuerwehrschutz Gemeindesache. Deshalb hat die Sicherheitsdirektion eine Umfrage bei den Gemeinden gemacht. Deren Resultat will die Sicherheitsdirektion noch nicht bekannt geben. Klar ist aber: Es braucht für ein allfälliges Feuerverbot ein Einverständnis der Gemeinden. 2015 hatte der Kanton Uri ein Feuerverbot erlassen. Damals galt in der Zentralschweiz die Warnstufe 4 (grosse Gefahr).

«Die Niederschläge der letzten Tage haben nicht zur Entspannung der Lage geführt», sagt Urs Röthlisberger, der stellvertretende Feuerwehrinspektor der Kanton Ob- und Nidwalden. Es werde weiterhin trocken und heiss. «Der objektive Ausblick auf die kommenden Tage lässt deshalb darauf schliessen, dass ein Feuer-Verbot kommt. In welcher Form, steht aber noch offen.» Man stehe in engem Kontakt mit den zuständigen Ämtern Nid- und Obwaldens.

Im Kanton Zug ist laut Martin Ziegler, Abteilungsleiter beim Amt für Wald und Wild, mit einem Feuerverbot in Wald und Waldesnähe zu rechnen. Der Entscheid sei aber schwierig. «Die Trockenheitssituation im Kanton ist unterschiedlich. In Teilgebieten wie dem Hürital ist die Situation weniger problematisch.» Am Mittwoch werde man in Zug die nächste Beurteilung vornehmen.

Das Bundesamt für Umwelt sieht keine Entspannung

«Gemäss den Wetterprognosen von MeteoSchweiz ist für die kommenden Tage kein dauernder, flächiger Regen angesagt. Lokale Gewitter sind nur in höheren Lagen zu erwarten. Diese Woche wird eher trocken und warm sein», sagt der Waldbrandexperte Roberto Bolgè vom Bundesamt für Umwelt (Bafu). Demzufolge werde die Situation sich nicht entspannen.

Das Bafu liefert auf www.waldbrandgefahr.ch eine Übersicht über die aktuelle Lage in den Kantonen. Diese sind auch für Massnahmen zuständig, wie zum Beispiel Feuerverbote, die in mehreren Kantonen bereits in Kraft sind.

(mbe)

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