FDP Emmen zieht SP-Kandidaten dem zweiten Bürgerlichen vor

Bei der Ersatzwahl für zwei Gemeinderatssitze am 23. September will die FDP «die Konkordanz stärken»: Alle politisch relevanten Kräfte sollen im Emmer Gemeinderat vertreten sein – so auch die Linken.

Beatrice Vogel
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Brahim Aakti (SP) beim Podium der Gemeinderatskandidaten in Emmen. (Bild: Manuela Jans-Koch, 24. Mai 2018)

Brahim Aakti (SP) beim Podium der Gemeinderatskandidaten in Emmen. (Bild: Manuela Jans-Koch, 24. Mai 2018)

In gut zwei Wochen wählt Emmen zwei neue Gemeinderäte als Ersatz für die zurückgetretenen Susanne Truttmann (SP) und Urs Dickerhof (SVP). Die FDP-Ortspartei hat nun entschieden, für deren Nachfolge die Kandidaten aus denselben Parteien zu empfehlen. 

Nur die Respektierung des Konkordanzgedankens, die Aufteilung der fünf Gemeinderatssitze auf die wichtigsten Parteien nach ihrer proportionalen Wählerstärke, werde die Gemeinde in dieser herausfordernden Zeit weiter bringen, schreibt die Partei in einer Mitteilung. Deshalb empfiehlt die FDP die Wahl von Brahim Aakti (SP).

Empfehlung für Müri unbestritten

Unbestritten war an der Parteiversammlung der FDP ausserdem die Wahlempfehlung für Felix Müri (SVP). Die wählerstärkste Partei müsse weiterhin in der Exekutive vertreten sein. Auch «das klare Bekenntnis» des Nationalrats, er gebe sein Mandat in Bundesbern spätestens per Ende Legislatur ab, habe zu diesem klaren Entscheid geführt, heisst es weiter in der Mitteilung.

 Den zweiten bürgerlichen Kandidaten, Patrick Schnellmann (CVP), berücksichtigt die FDP nicht – und ebenso wenig Vital Burger, den parteilosen Kandidaten der Bürgerbewegung Forum Emmen.