Anstehende Bauprojekte
FDP-Kantonsrat Gaudenz Zemp will regionale Unternehmen bei Auftragsvergabe bevorzugen

Der Kanton Luzern investiert bald gross in bauliche Grossprojekte. FDP-Kantonsrat Gaudenz Zemp fordert nun, dass regionale Unternehmen bei der Vergabe der Aufträge privilegiert werden.

Merken
Drucken
Teilen
Luftaufnahme des Campus Horw mit angrenzendem Wiesland.

Luftaufnahme des Campus Horw mit angrenzendem Wiesland.

Bild: Pius Amrein
(Horw, 10. Januar 2021)

(stp) Der Kanton Luzern tätigt in naher Zukunft grosse bauliche Investitionen. Die drei Grossprojekte «Verwaltungsgebäude», «Campus Horw» und «Sicherheitszentrum» kosten insgesamt rund 600 Millionen Franken. Da diese Projekte die «internen Ressourcen» und «fachlichen Kompetenzen» des Kantons übersteigen, wird mit Totalunternehmer- beziehungsweise Generalunternehmer-Modellen gearbeitet. So könne das Risiko einer Kostenüberschreitung in die Privatwirtschaft ausgelagert werden, schreibt FDP-Kantonsrat und Gewerbeverbandspräsident Gaudenz Zemp in einem Postulat.

Weil dadurch die Ausschreibungen aber nicht den Regeln des öffentlichen Beschaffungswesens unterstehen, haben regionale Unternehmen laut Zemp oft das Nachsehen. Dem will er vorbeugen. Er fordert von der Regierung, die nötigen Vorgaben und Regelungen im kantonalen Beschaffungswesen so zu ändern, dass die Wertschöpfung dieser Grossprojekte nicht in andere Regionen abwandert und dem Kanton so Steuereinnahmen verloren gehen. «Dies würde die Bauvorhaben letztlich in unnötiger Weise indirekt verteuern», schreibt Zemp zudem.

Ansetzen könnte man gemäss Zemp etwa, indem die Leistungsvereinbarung so formuliert wird, dass eine «gezielte Vergabe an die regionalen Unternehmen ermöglicht und gefördert wird». Ausserdem könne etwa ein Kriterienraster ausgearbeitet werden, welches ökologische und damit auch regionale Aspekte stärker gewichtet.