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FDP Oberkirch kann Sitz im Gemeinderat halten

Die Stimmbürger haben die 37-jährige Liberale Ladina Aregger in den Gemeinderat gewählt. SVP-Kandidat Lukas Meier hat das Nachsehen – und tritt ab sofort aus allen Kommissionen zurück.
Niels Jost
Stossen auf den verteidigten FDP-Sitz an: die neu gewählte Gemeinderätin Ladina Aregger und Toni Gubitosa vom FDP-Ortsparteipräsidium. (Bild: Jakob Ineichen, Oberkirch, 8. Juli 2018)

Stossen auf den verteidigten FDP-Sitz an: die neu gewählte Gemeinderätin Ladina Aregger und Toni Gubitosa vom FDP-Ortsparteipräsidium. (Bild: Jakob Ineichen, Oberkirch, 8. Juli 2018)

«Wahnsinn, ich freue mich riesig!» Das sind die ersten Worte der neu gewählten Oberkircher Gemeinderätin Ladina Aregger. Die 37-Jährige wird Nachfolgerin des zurückgetretenen Bauvorstehers Sacha Heller. Damit kann die FDP Ortspartei ihren Sitz im Gemeinderat halten – Herausforderer Lukas Meier von der SVP hatte am gestrigen zweiten Wahlgang das Nachsehen. Er erzielte 77 Stimmen weniger als Ladina Aregger, welche 735 Voten auf dem Konto verbuchte.

Im ersten Wahlgang sah das noch anders aus: Lukas Meier holte acht Stimmen mehr als Aregger und verpasste das absolute Mehr nur knapp. Einen entsprechend erleichterten und auch dankbaren Eindruck machte Ladina Aregger gestern. Was den Ausschlag für ihren Sieg gegeben habe, darüber könne sie nur mutmassen: «Die Stimmbürger schätzen wohl, dass ich unabhängig für alle Oberkircher da sein will», so Aregger, die eine eigene Anwaltskanzlei führt.

Will sich für "attraktive Wohngemeinde" einsetzen

Ihr Ziel sei es, für die Anliegen der Bevölkerung ein offenes Ohr zu haben. «Ich werde mich bemühen, genau hinzuhören und die Bedürfnisse der Bevölkerung im Gemeinderat einzubringen.» Das kann die dreifache Mutter schon bald unter Beweis stellen. Am 1. September tritt sie ihr neues Amt an. Dann wird sie unter anderem das Dossier «Revitalisierung der Sure» übernehmen. Das vom Kanton orchestrierte Projekt wurde bekanntlich im März hauchdünn an der Urne angenommen. «Das knappe Resultat soll nicht unbeachtet bleiben. Je nach Projektstand kann ich mir vorstellen, gewisse Anliegen der Bevölkerung in die Revitalisierung einfliessen zu lassen.»

Eine ebenso klare Haltung hat sie zum grossen Wachstum der mittlerweile rund 4620 Einwohner zählenden Gemeinde: «Oberkirch soll künftig nur noch massvoll und qualitativ wachsen. Es soll weiterhin eine attraktive Wohngemeinde bleiben.»

SVP-Kandidat gab Rücktritt schon vor Wahl bekannt

Mit Ladina Aregger besteht der Oberkircher Gemeinderat weiterhin aus jeweils zwei FDP- und CVP-Vertretern sowie einem SVP-Politiker. SVP-Gemeinderatskandidat Lukas Meier (46) konnte eine gewisse Enttäuschung gestern nicht verbergen. «Die Oberkircher wollen offenbar keine Sachpolitik, sondern Parteipolitik», sagte der Baumeister. Nichtsdestotrotz akzeptiere er den Volksentscheid.

Allerdings habe er sich bereits im Vorfeld der Wahl entschieden, aus den Kommissionen der Gemeinde zurückzutreten. Bis dato war er Präsident der Planungs- und Baukommission sowie Mitglied der Schulhausbaukommission und der Arbeitsgruppe Surenraum. Den Entscheid habe er der Gemeinde und seiner Partei vor zwei Wochen mitgeteilt.

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