FDP Rothenburg präsentiert einen neuen Gemeinderatskandidaten

Der Rothenburger FDP-Gemeinderat Amédéo Wermelinger tritt per Ende Legislatur zurück. Raphael Bühlmann soll in seine Fussstapfen treten. Ihn lobt sogar der SVP-Präsident in höchsten Tönen.

Beatrice Vogel
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Der Wahlkampf für die Luzerner Kommunalwahlen am 29. März ist in vollem Gang. So auch in der Gemeinde Rothenburg, wobei es hier voraussichtlich nicht auf eine Kampfwahl hinausläuft. Die meisten bisherigen Gemeinderäte stellen sich zur Wiederwahl: Sowohl Bernhard Büchler (CVP, 55), Gemeindepräsident seit 2011, als auch Gisela Doenni-Widmer (parteilos, 52), Ressort Dienstleistungen, seit 2012, Michael Riedweg (CVP, 38), Ressort Öffentliche Infrastruktur, seit 2018, und Andy Schneider (SP, 60), Ressort Bildung, seit 2016, treten wieder an.

Raphael Bühlmann.

Raphael Bühlmann.

Einzig der FDP-Gemeinderat Amédéo Wermelinger  (55), der seit 2011 das Ressort Zentrale Dienste leitet, tritt per Ende Legislatur zurück. Die FDP-Parteileitung hat bereits einen Kandidaten gefunden, den sie an der Parteiversammlung vom 21. Januar zur Nomination vorstellt: den 44-jährigen Raphael Bühlmann (Bild). Er ist Betriebsökonom FH und diplomierter Wirtschaftsprüfer. Seit 9 Jahren ist er Geschäftsführer des Treuhandbüros Alfred Müller + Partner AG in Sempach. Als Treuhänder und Finanzverantwortlicher ist er auch in mehreren Verwaltungsräten tätig. Zudem ist er Mitglied der Kommission Wirtschaft, Industrie und Gewerbe der Gemeinde Rothenburg. Raphael Bühlmann ist in Rothenburg aufgewachsen. Mit seiner Frau und seinen drei schulpflichtigen Kindern lebt er seit nunmehr zwölf Jahren wieder in der Gemeinde. Hier ist Bühlmann auch in Vereinen und Gremien engagiert, so im TSV Rothenburg, beim Schwingfest und bei der Raiffeisenbank.

«Rothenburg liegt mir sehr am Herzen. Meine Frau, ich und auch unsere Kinder sind hier verwurzelt. Das Leben in der Gemeinde aktiv mitzugestalten, reizt mich deshalb sehr», sagt Raphael Bühlmann über seine Motivation. Er sei politisch schon immer interessiert gewesen, auch weil er viele Freunde habe, die politisch aktiv seien. Mitglied der FDP sei er aber erst vor gut einem Jahr geworden – auf Initiative des Rothenburger FDP-Präsidenten Paul Weibel. «Ich fühle mich bei der Partei gut aufgehoben», sagt Bühlmann, auch wenn er vor einem Jahr noch nicht gedacht habe, dass er schon bald für den Gemeinderat kandidiert.

Wunschressort wird frei

Das Ressort Zentrale Dienste, in dem auch die Finanzen angesiedelt sind, sei sein Wunschressort, so Bühlmann. «Aufgrund meines beruflichen Hintergrunds bietet sich das natürlich an.» Er wäre zwar auch für ein anderes Ressort zu haben, gehe aber davon aus, dass die anderen Gemeinderäte ihre Ressorts behalten möchten. Da die Rothenburger Gemeinderäte wegen des Geschäftsführermodells zu 25 Prozent angestellt sind, würde Bühlmann im Job kürzer treten.

Und wie schätzt er seine Chancen bei der Wahl ein? «Man kennt mich in Rothenburg und ich bringe gute Voraussetzungen mit», sagt Raphael Bühlmann dazu. Auch FDP-Präsident Paul Weibel ist überzeugt, einen guten Kandidaten gefunden zu haben, «der wohl auch von den anderen Parteien getragen wird».

SVP verzichtet auf Kandidatur

Sowohl CVP als auch SP haben auf Anfrage bereits bekannt gegeben, dass sie – abgesehen von ihren bisherigen Kandidaten – keine weiteren Sitzansprüche haben. Bleibt die SVP, die Ambitionen haben könnte, hatte sie doch ihren Sitz 2016 an die SP verloren – den sie notabene ebendieser zwei Jahre zuvor bei der Ersatzwahl von Prisca Birrer-Heimo abgeluchst hatte. Doch SVP-Präsident Marcel Omlin winkt ab: «Die SVP hat in Rothenburg zwar einen grossen Wähleranteil, aber uns fehlen die Kandidaten.» Gegen Bisherige anzutreten, wäre ein Kandidaten-Verheizen und Geldverschwendung, findet Omlin. Ausserdem sei Raphael Bühlmann ein «Top-Kandidat», weshalb es erst recht ein No-go sei, ihn zu konkurrenzieren. «Ich kenne Raphael Bühlmann persönlich sehr gut. Er ist fachlich top ausgewiesen und ein sehr umgänglicher Mensch», so Omlin.

Kommt also nicht noch ein parteiloser Gegenkandidat, dürfte Raphael Bühlmann nach seiner Nomination so gut wie gewählt sein.

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