FDP und CVP hoffen auf stille Wahl

Im Kanton Luzern hoffen FDP und CVP, dass ihre beiden Ständeratskandidaten im zweiten Wahlgang sich keiner Konkurrenz stellen müssen. Die SVP lässt sich über ihre Absichten aber noch nicht in die Karten blicken.

Drucken
Teilen
Das Resultat der Luzerner Ständeratswahlen. (Bild: bac/luzernerzeitung.ch)

Das Resultat der Luzerner Ständeratswahlen. (Bild: bac/luzernerzeitung.ch)

Das absolute Mehr von über 63'000 Stimmen war am Wahlsonntag für alle zu hoch. Am nächsten kamen ihm der bisherige Konrad Graber (CVP) mit knapp 60'000 Stimmen und Georges Theiler (FDP) mit über 55'000 Stimmen. Fredy Zwimpfer (SVP) brachte es auf 35'000 Stimmen, Giorgio Pardini (SP) und Katharina Meile (Grüne) blieben unter 30'000 Stimmen.

CVP und FDP verweisen auf den grossen Vorsprung ihrer beiden Kandidaten. Die CVP rechnet in einer ersten Reaktion deshalb mit einem Verzicht der anderen Parteien im zweiten Wahlgang. Auch die FDP findet, dass der Wählerwillen im ersten Wahlgang deutlich zum Ausdruck gekommen sei und respektiert werden müsse.

Im Kanton Luzern läuft die Anmeldefrist für den zweiten Wahlgang am Donnerstagmittag ab. Ob dann auch eine SVP-Liste deponiert wird, lässt Parteipräsident Josef Kunz auf Anfrage offen. Dies müssten die Delegierten am Mittwochabend entscheiden, sagte er.

Dass der SVP-Kandidat nicht mehr Stimmen geholt hat, führt Kunz darauf zurück, dass CVP und FDP sich gegenseitig stützten, dies obwohl sie auf eine gemeinsame Liste verzichteten. Der Tag X werde aber kommen, an dem auch die SVP als zweitstärkste Partei im Kanton Luzern in den Ständerat gewählt werde, sagte er.

Auch bei SP und Grünen hält man sich bezüglich des zweiten Wahlganges noch bedeckt. Die Parteipräsidentinnen der Linksparteien geben zwar zu, dass die Wahlchancen nicht sehr gross seien. Es gebe aber verschiedene Motive, um an einer Wahl teilzunehmen, sagte Monique Frey (Grüne).

sda