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«Fels»-Projekt im Gletschergarten: Schon 43 Meter sind ausgebrochen

Das 20-Millionen-Franken-Projekt zur Erweiterung und Attraktivierung des Gletschergartens Luzerns ist seit drei Monaten in Gang. Zur Ehre der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergbau-Leute, ruhen die Arbeiten für einen Tag.
Hugo Bischof
Claudia Nuber, Pastoralassistentin der Pfarrei St. Leodegar im Hof (links) und Eva Brandin, Pfarrerin der Reformierten Kirche Luzern, zelebrieren die Feier zu Ehren der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, im Gletschergarten. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 4. Dezember 2018))
Die Arbeiten im Fels sind schon weit fortgeschritten. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 4. Dezember 2018))
Schon 43 Meter Fels sind ausgebrochen. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 4. Dezember 2018))
Die Heilige Barbara ist die Schutzpatronin des Hoch- und Tiefbaus und somit auch der Tunnelbauer, Mineure und Sprengmeister. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 4. Dezember 2018))
Eva Brandin, reformierte Pfarrerin der Matthäuskirche (rechts), und Claudia Nuber, Pastoralassistentin St. Leodegar beteten...
(Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 4. Dezember 2018))
... zusammen mit den Anwesenden für eine gutes, unfallfreies Gelingen des Werks. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 4. Dezember 2018))
Die Vokalkünstlerin Agnes Hunger lieferte kurze Gesangseinlagen, eine Mischung aus jodel- und choralartigen und jubelnden Gesängen. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 4. Dezember 2018))
Im dunklen, mit Kerzen und wenigen Grubenlampen nur spärlich beleuchteten Tunnel ergab sich dadurch eine mystische Stimmung. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 4. Dezember 2018))
Auf dem Bild sind Versteinerungen der Wellen aus der Zeit zu sehen, als Luzern noch am Meer lag. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 4. Dezember 2018))
Sängerin Agnes Hunger zwischen den Maschinen, die am Dienstag still standen. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 4. Dezember 2018))
Für viele geladene Gäste war es die erste Gelegenheit, sich vom Projekt «Fels» eine Vorstellung zu machen. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 4. Dezember 2018))
Blick in den Zugangsstollen mit den Maschinen. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 4. Dezember 2018))
Projekt Fels: Das ist geplant. Visualisierung: PD
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Feier zu Ehren der Heiligen Barbara im Gletschergarten Luzern

Seit drei Monaten sind in Luzern die Bauarbeiten für das Projekt «Fels» zur Erweiterung und Attraktivierung des Gletschergartens in Gang. 43 Meter tief haben die Tunnelbauer, Mineure und Sprengmeister bis jetzt in den Sandsteinfels hinein gebohrt. Doch am 4. Dezember ruhte die Baustelle für einen Tag. Der Grund: An diesem Tag ehren die Bergbauleute gemäss einem alten Brauch ihre Schutzpatronin, die Heilige Barbara.

Feierliche Andacht im Zugangsstollen

Aus diesem Anlass fand im fast fertig gestellten Zugangsstollen eine kurze Andacht statt. Daran durften auch Vertreter der Medien teilnehmen. Sie erhielten damit erstmals Gelegenheit, einen Blick in die unterirdische Felslandschaft zu werfen. Der Zugangsstollen hat mit 43 Metern seine volle Länge erreicht. Er ist knapp 20 Meter kürzer als zuerst geplant – aus Kostengründen. Auf das Gesamtprojekt hat dies keine Auswirkungen, «da es eine technische Kaverne ist, die für die betrieblichen Abläufe und die Sicherheit erstellt wird», sagte Gletschergarten-Leiter Andreas Burri.

Eva Brandin, reformierte Pfarrerin der Matthäuskirche, und Claudia Nuber, Pastoralassistentin St. Leodegar, beteten mit den Anwesenden für ein gutes, unfallfreies Gelingen des Werks. Die Vokalkünstlerin Agnes Hunger schuf mit ihren Gesangseinlagen im dunklen, mit Kerzen und Grubenlampen nur spärlich beleuchteten Tunnel eine mystische Stimmung. Alle Frauen mit Vornamen Barbara hatten am 4. Dezember freien Zutritt zur Kaverne.

Mit dem Hauptteil des Projekts «Fels», dem Ausbruch des unterirdischen Felsgangs als neue Publikumsattraktion, soll noch in diesem Monat begonnen werden. Dafür werden sich die Mineure von innen nach aussen durch den Luzerner Sandstein graben. Als weiterer Höhepunkt entsteht ein unterirdischer See. Zum Projekt «Fels» gehört auch eine Sommerau mit Blick über Luzern bis in die Alpen. Zudem wird das historische Gletschergarten-Hauptgebäude in seine ursprüngliche Form zurückgebaut. Dazu gibt's ein Bistro.

500 Sprengungen

Die Bauarbeiten sollen 2021 beendet sein. «Wir sind im Zeitplan», sagt Burri. Eine grosse Herausforderung sei die Organisation des Baustellenverkehrs. Dazu kommen die total rund 500 Sprengungen während der Bauarbeiten. Zurzeit sind es zwei pro Tag. «Die Erschütterungen in der Umgebung werden stets gemessen», sagt Roman Cavegn, Bauleiter Lombardi AG, Luzern. «Weder die Gebäude noch das Löwendenkmal dürfen Schaden nehmen.» Wenn die Sprenghörner ertönen, machen die Aufsichtspersonen im Museum das Publikum jeweils auf den bevorstehenden Knall aufmerksam.

Noch fehlen 1,5 Millionen Franken

Insgesamt 20 Millionen Franken kostet das Projekt «Fels» inklusive Erneuerung des Museums und der Parkanlage. «Wir sind zuversichtlich, das Kostendach einhalten zu können», sagt Burri. Das Projekt ist weitgehend finanziert. Die Stadt Luzern beteiligt sich mit 3 Millionen Franken, ebenso viel steuert der Kanton Luzern via Lotteriefonds bei. Der Rest wird durch Private und Stiftungen finanziert. «Noch fehlen uns 1,5 Millionen Franken», sagt Andreas Burri. «Unsere Sammlung geht weiter.»

«Anschlagfeier» für das Projekt Fels im Gletschergarten in Luzern. Die Bauarbeiten dauern bis 2021. Das gesamte Erneuerungsprojekt kostet 20 Millionen Franken. (Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 3. September 2018))
Blick in den Luzerner Sandstein. (Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 3. September 2018))
Die heilige Barbara, die Patronin der Tunnelbauer. (Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 3. September 2018))
Corinne Fischer, Präsidentin der Stiftung Gletschergarten Luzern und Fabio Califano, Schüler der 6. Klasse in Littau, nimmt die Sprengung vor. (Bild: Ingo Hoehn (Luzern, 3. September 2018))
Andreas Burri, Direktor des Gletschergarten, spricht vor rund 200 Gästen. «Mit dem Baustart startet der Gletschergarten in eine neue Zeitrechnung. Unser Museum, das Spiegellabyrinth und der Aussenraum mit dem nationalen Naturdenkmal sowie der historischen Parkanlage wachsen zu einem Gesamterlebnis zusammen. Das verbindende Element wird die Zeit sein; ihre Spuren und unser Umgang mit ihr». (Bild: Ingo Hoehn (Luzern, 3. September 2018))
Regierungsrat Reto Wyss betonte die Wichtigkeit des Gletschergartens für den Kulturkanton Luzern. Seit jeher sei der Gletschergarten beliebtes Ausflugsziel für Generationen von Schulklassen und Familien und bilde mit seinen Inhalten im Naturpark und Museum eine wertvolle Oase, um über uns Menschen im Lichte von vergangenen Jahrmillionen nachzudenken. (Bild: Ingo Hoehn (Luzern, 3. September 2018))
Schüler aus Rothenburg und der Stadt Luzern bei der Anschlagfeier. (Bild: Ingo Hoehn (Luzern, 3. September 2018))
Hier wird der Felsrundgang entstehen: Der stillgelegte Steinbruch im Wesemlinrain. (Bild: PD)
So könnte der Felsrundgang künftig aussehen (Visualisierung: PD)
Visualisierung des geplanten Projekts (Bild: PD)
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Felsrundgang im Gletschergarten führt in den Luzerner Sandstein

Ein Weg im Berg bringt den Besuchern den Sandstein näher. (Bild: Visualisierung Miller + Maranta, Basel)
So könnte der Eingang zum Felsenweg dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung Miller + Maranta, Basel)
Querschnitt durch den Gartenhof (Bild: Visualisierung Miller + Maranta, Basel)
Mitte-Links im Grundriss das freigestellte Schweizerhaus (schwarz) mit dem neu geschaffenen Aussenbereich. In der Bildmitte und rechts die neuen Ausstellungsräume und der Erlebnisrundgang im Felsinnern. (Bild: Visualisierung Miller + Maranta, Basel)
Die multifunktionale Felsengalerie bietet für rund 100-150 Person Platz. (Bild: Visualisierung Miller + Maranta, Basel)
Querschnitt durch den Fels mit Erlebnisrundgang, integriertem Bergsee und vertikalem Gartenhof als Zugang zur Sommerau. Am linken Bildrand das freigestellte Schweizerhaus (weiss). (Bild: Visualisierung Miller + Maranta, Basel)
Gestaltungsplan »Park« in einer Aufsichtsansicht (Bild: Gletschergarten)
Zukunftsperspektive: Schweizerhaus mit vergrössertem Park und Eingang Spiegellabyrinth (Bild: Gletschergarten)
Der Gletschergarten heute. Hellrot eingefärbt sind die wie Fremdkörper wirkenden Annexbauen aus dem 20. Jahrhundert. (Bild: Gletschergarten)
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Neuer Felsenweg im Gletschergarten

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