FERKEL-KASTRATION: Züchter fürchten Mehrkosten

Ferkel dürfen ab 2010 nicht mehr ohne Betäubung kastriert werden. Das könnte für Luzerner Züchter teuer werden. Denn sie halten einen Viertel aller Schweine.

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Sepp Barmet mit seinen Schweinen. Themenbild. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)

Sepp Barmet mit seinen Schweinen. Themenbild. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)

Schweinefleisch soll nicht «säuele». Deshalb kastrieren die Züchter die männlichen Ferkel in der ersten Lebenswoche - ohne sie zu betäuben. Dank der Kastration schütten sie in der Pubertät keine Hormone aus, die im Fleisch den ungeliebte Ebergeruch erzeugen. Pro Jahr werden in der Schweiz 1,3 Millionen Eber kastriert, davon 300'000 in Luzern.

Ab 2010 ist Schluss mit der Prozedur: Das revidierte Tierschutzgesetz verbietet die Kastration ohne Schmerzausschaltung schweizweit. Obwohl Aufwand und Kosten höher sind, wenn die Tiere weniger leiden, müssen die Konsumenten voraussichtlich nicht mehr bezahlen.
 
Am Freitag begann eine Besprechung mit dem Bundesamt für Veterinärwesen über das Umsetzungs- und Finanzierungsmodell. Wie dieses aussieht, sollte bis Ende April klar sein. Das ist für Luzern bedeutsam, da in der Schweiz jedes vierte Schwein aus diesem Kanton stammt.


Karin Winistörfer


Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Samstag.