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FERNWÄRME: Littau soll Millionen Liter Heizöl einsparen

Bis 2030 soll der grösste Teil Littaus mit Wärme aus der Renergia versorgt werden.
Heizöl soll im Kanton Zug auch in Zukunft erlaubt sein. (Bild: Archiv Neue LZ)

Heizöl soll im Kanton Zug auch in Zukunft erlaubt sein. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Fernwärme Luzern AG erstellt derzeit eine Transportleitung von Perlen nach Emmen. Dadurch kann Emmen mit Abwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage Renergia versorgt werden. Nun soll auch Littau in dieses Versorgungsnetz aufgenommen werden. Dies wäre aber wirtschaftlich nicht rentabel – es sei denn, die Stadt Luzern hilft mit einer Finanzspritze nach. Konkret will der Stadtrat einen Investitionsbeitrag von 3 Millionen Franken leisten und gleichzeitig auf die Erhebung einer Konzessionsgebühr verzichten. Der entsprechende Kredit wird beim Stadtparlament beantragt.

Der Stadtrat will im Rahmen des Fernwärmeprojekts auch die stadteigenen Schulanlagen Littau Dorf und Matt ans Netz anschliessen – sowie die geplanten Neubauten bei den Schulanlagen Grenzhof und Rönnimoos. Mit der Realisierung des Wärmeverbundes könnten im Stadtteil Littau eine grosse Anzahl an Öl- und Gasheizungen stillgelegt werden. Im Vollausbau würde eine Menge an fossiler Energie substituiert, die etwa 1,8 Millionen Litern Heizöl pro Jahr oder dem Wärmeverbrauch von zirka 800 Vierpersonenhaushalten entspricht. Der CO2-Ausstoss würde sich damit um rund 5500 Tonnen pro Jahr reduzieren, rechnet der Stadtrat im Bericht ans Parlament vor.

Anschluss bereits ab Ende 2018»

Die ersten Quartiere, etwa das Gebiet Grossmatte West, sollen bereits Ende 2018 ans Fernwärmenetz angeschlossen werden. Es folgen einzelne Gebäude der Baugenossenschaft Matt. Bis Ende 2030 sollen dann weite Teile Littaus an die Fernwärme angeschlossen sein.

Die 3 Millionen Franken Investitionshilfe stammen aus dem ausserordentlich hohen Jahresüberschuss 2016 der Stadt Luzern. Dieser beträgt 37,5 Millionen Franken. Neben der Fernwärme profitieren diverse andere Projekte von Extrabeiträgen aus dem Überschuss, etwa Flüchtlingsintegrationsprojekte. (rk)

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