FEUERBRAND: 68 Bauern dürfen Streptomycin spritzen

Im Kampf gegen den Feuerbrand wird auch heuer Antibiotikum eingesetzt – obwohl sogar die Bauern darüber nicht glücklich sind.

Drucken
Teilen
Adrian Seeholzer, Präsident des Luzerner Obstbauvereins, in seiner Anlage in Ferren, Kleinwangen. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Adrian Seeholzer, Präsident des Luzerner Obstbauvereins, in seiner Anlage in Ferren, Kleinwangen. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

68 Bauern im Kanton Luzern haben eine Bewilligung erhalten, Streptomycin zu spritzen. Am Freitag haben sie grünes Licht bekommen, das Antibiotikum in den noch blühenden Kernobstkulturen auch einzusetzen. Dies muss aber bis am (morgigen) Sonntag passieren. Die Gefahr, dass sich der Feuerbrand ausbreitet, ist jetzt am grössten: Viele Apfelbäume stehen im Blust, endlich ist es warm, und Regen ist angesagt. Das bedeutet Alarmstufe Rot für die Verbreitung der Bakterienkrankheit, die in den letzten Jahren die Obstbäume befallen hat. «Durchschnittstemperaturen über 16 Grad und Niederschläge begünstigen Blüteninfektionen», sagt Heinrich Hebeisen von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons.

Adrian Seeholzer, Präsident des Luzerner Obstbauvereins, setzt selber Streptomycin ein. «Wir sind über den Einsatz von Antibiotika zwar nicht glücklich – aber er ist am effektivsten, bis alternative Mittel oder resistente Obstsorten gefunden sind.»

Luzia Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.