FEUERBRAND: Kanton Luzern verfügte zu Recht die Rodung kranker Birnbäume

Der Kanton Luzern hat zu Recht die Rodung von sechs mit Feuerbrand befallenen Birnbäumen verfügt. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerden von drei betroffenen Grundstückbesitzern abgewiesen. Die Rodungsanordnung sei verhältnismässig.

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Der Feuerbrand ist eine ansteckende bakteriell bedingte Pflanzenkrankheit. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Der Feuerbrand ist eine ansteckende bakteriell bedingte Pflanzenkrankheit. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Die drei Beschwerdeführer wohnen alle in derselben Luzerner Gemeinde. Fünf der Bäume sind Gelbmöstler, die hochanfällig auf Feuerbrand sind. Bei allen sechs Bäumen war im Juli 2015 die durch Bakterien verursachte Krankheit festgestellt worden.

Der Abteilung Landwirtschaft und Land (lawa) des Kantons Luzern ordnete Sanierungsmassnahmen an. Als diese nicht das gewünschte Ergebnis brachten, wurde im Oktober die Rodung der Bäume verfügt. Dagegen wehrten sich die Baumbesitzer. Die Rodungsanordnung sei unverhältnismässig.

Die Beschwerdeführer stellten die offizielle Feuerbrandbekämpfung grundsätzlich in Frage. Die Strategie von Bund und Kanton bei der Bekämpfung der Krankheit müsse als gescheitert angesehen werden. Zudem führten sie an, dass die sechs Hochstämmer landschaftsprägend seien und ihr Verschwinden die biologischen Vielfalt beeinträchtige.

Das Bundesverwaltungsgericht liess diese Einwände aber nicht gelten. Die Feuerbrandbekämpfungsstrategie in der Schweiz könne nicht bereits darum als gescheitert bezeichnet werden, nur weil es den zuständigen Behörden nicht gelinge, immer alle möglichen Infektionsquellen zu erkennen und sogleich zu bekämpfen.

Das Bundesverwaltungsgericht kommt zum Schluss, dass die Rodungsanordnung geeignet und erforderlich gewesen sei. Die Behörde müsse von der im Verfügungszeitpunkt ausgehenden Infektionsgefahr ausgehen und nicht von der blossen Möglichkeit einer späteren Regeneration. Sie sei den Baumbesitzern schon dadurch genügend entgegengekommen sei, als sie die Möglichkeit einer Sanierung eingeräumt habe.

Eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes oder der biologischen Vielfalt, die durch die Rodung der Bäume entstehen könnte, sieht das Bundesverwaltungsgericht nicht. Das Fällen der Bäume habe auch keinen Einfluss auf das Einkommen der Betroffenen. (sda)