FEUERSCHUTZ: Höherer Stundenlohn für Luzerner Kaminfeger

Im Kanton Luzern dürfen Kaminfeger ab Oktober mehr Lohn in Rechnung stellen. Der Regierungsrat hat den Stundenansatz von 72 auf 79.80 Franken angehoben. Damit können Luzerner Kaminfeger künftig einen ähnlichen Tarif verrechnen wie ihre Kollegen in den Nachbarkantonen.

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Den Loihn für die Luzerner Kaminfeger legt der Regierungsrat fest. (Bild: Corinne Glandmann / Neue NZ)

Den Loihn für die Luzerner Kaminfeger legt der Regierungsrat fest. (Bild: Corinne Glandmann / Neue NZ)

Die geänderte Verordnung respektive der neue Kaminfegertarif gilt ab dem 1. Oktober, wie die Luzerner Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Die letzte Preisanpassung erfolgte vor rund zehn Jahren.

Wie bereits im Februar angekündigt, reduziert die Regierung auch die Zahl der Kaminfegerkreise im Kanton um einen auf 18. Die Gemeinden des Kreises 21 - Knutwil, Reiden, Triengen und Wikon - werden per Juli 2017 auf zwei bestehende Kreise aufgeteilt. Die Gemeinden Altbüron, Altishofen, Ebersecken, Grosswangen und Mauensee werden je einem anderen Kreis zugeteilt.

Die Reduktion der Kreise ergebe sich zum einen aus dem generellen Arbeitsrückgang in der Branche, weil heute vermehrt alternative Heizsysteme zum Einsatz kämen, heisst es in der Mitteilung. Zum anderen gehe der heute für den Kreis 21 zuständige Kaminfegermeister per 2017 in Pension.

Ebenfalls im Februar angekündigt hatte die Regierung, dass sie die Aufhebung des Kaminfegermonopols und die Ausweitung der Feuerwehrersatzabgabe in Betracht zieht. Sie beauftragte für die Revision des Feuerschutz-Gesetzes eine Arbeitsgruppe mit der Klärung entsprechender Fragen.

Der Entwurf der Gesetzesänderungen soll 2017 in die Vernehmlassung gehen. Zugleich müssen die Kaminfegermeister turnusgemäss per 1. Juli 2017 neu gewählt werden. Weil zu erwarten sei, dass die Gesetzesrevision bis zum Zeitpunkt der Neuwahlen nicht abgeschlossen werden könne, werde die Ausschreibung der Kaminfegermeister für die neue Amtsdauer bereits im Herbst 2016 vorgenommen, heisst es in der Mitteilung weiter. (sda)