Feuerwehr kämpft gegen Brand und Hitze

Ein Dachstock ging am Dienstagnachmittag in Meggen in Flammen auf. Nur mit Glück konnte ein Grossbrand verhindert werden.

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Die Feuerwehr hatte beim Brand auch mit einem grossen Rauchaufkommen zu kämpfen. (Bild: PD)

Die Feuerwehr hatte beim Brand auch mit einem grossen Rauchaufkommen zu kämpfen. (Bild: PD)

Ausgerechnet der Megger Feuerwehrkommandant entdeckte am Dienstagnachmittag um halb fünf einen Brand mitten im Dorf und konnte somit Schlimmeres verhindern. «Ich stellte plötzlich fest, dass Rauch aus dem Dachstock des Hauses kam», so Beni Bucher. Sofort sei er in den obersten Stock des Wohn- und Geschäftshauses an der Hauptstrasse 43 gerannt. Dort konnte er die Tür einen Spalt weit öffnen und sah, dass der Rauch sehr schnell zunahm. Sofort alarmierte er seine Leute und die Feuerwehr Adligenswil. Weit hatten es die Brandbekämpfer aus Meggen zum Glück nicht, da sich das betroffene Haus nur gerade 50 Meter von der Feuerwehrzentrale befindet.

Grosses Aufgebot wegen Hitze

Als diese den Brand erreichten, schossen die Flammen bereits aus dem Dach. Doch das Feuer war nicht das einzige Problem der Feuerwehrmänner. Bei über 32 Grad Celsius hatten sie zusätzlich mit der sengenden Hitze zu kämpfen. «Wir konnten die Leute nicht öfters als einmal ins Haus zum Löschen schicken», so Bucher. Sie seien danach jeweils zu erschöpft gewesen. Als Folge davon wurden auch die Atemschutztruppen von Udligenswil und der Stadt Luzern aufgeboten. Am Ende standen fast 100 Personen im Einsatz. «Sie haben Tolles geleistet und sind an ihre Grenzen gegangen», sagt Bucher.

Ein Feuerwehrmann begutachtet das Schadenausmass. (Bild: PD)

Ein Feuerwehrmann begutachtet das Schadenausmass. (Bild: PD)

Der Brand konnte laut Andreas Schmid vom kantonalen Feuerwehrinspektorat nach rund einer Stunde unter Kontrolle gebracht werden. Danach war die Feuerwehr aber noch länger mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Die Hauptstrasse war während mehrerer Stunden für den Verkehr gesperrt. Die Autos wurden umgeleitet.

Keine Verletzten

In der Dachstockwohnung befand sich zum Zeitpunkt des Brands niemand, andere Bewohner der unteren fünf Wohnungen konnten das Gebäude frühzeitig verlassen. Ebenso das Personal und die Kunden des Volg und des Coiffeurladens im Erdgeschoss. Am Abend stand fest, dass keine Personen durch den Brand zu Schaden gekommen waren. Der Sachschaden dürfte allerdings beträchtlich sein, auch wenn er gestern noch nicht beziffert werden konnte. Sicher ist, dass die betroffene Wohnung sehr stark beschädigt wurde. Das Feuer konnte dank der Löscharbeiten aber nicht auf andere Wohnungen übergreifen. Unklar ist die Ursache des Feuers. Die Brandermittler nahmen ihre Arbeit aber noch gestern auf.

50-jähriges Haus

Vor Ort war auch Gemeinderat Josef Scherer. Er zeigte sich erleichtert, dass der Brand dermassen frühzeitig entdeckt wurde. «Wir haben sehr grosses Glück gehabt, schliesslich handelt es sich um ein über 50-jähriges Holzhaus», so Scherer. Wäre die Feuerwehr später ausgerückt, so seine Einschätzung, hätte es einen Grossbrand geben können. «Besonders, da hinter dem Haus noch eine Schreinerei steht.»

Betroffen war Scherer aber auch als Präsident der Landwirtschaftlichen Genossenschaft. Dieser gehört das Haus.

Stefan Roschi

Auf unserer Webcam aus Meggen ist das betroffene Haus an der Hauptstrasse 43 zu sehen: