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Stadt und Kanton Luzern legen Streit um Löschboot auf dem Vierwaldstättersee bei

Über ein neues Feuerlöschboot für den Vierwaldstättersee stritten sich Stadt und Kanton Luzern jahrelang. Jetzt haben sie sich geeinigt – der Kanton zahlt doppelt soviel wie ursprünglich zugesagt.
Sandra Monika Ziegler
Die Feuerwehr Luzern präsentiert sich der Bevölkerung in der Stadt. Im Bild das Löschboot «Donner». (Archivbild: Manuela Jans)

Die Feuerwehr Luzern präsentiert sich der Bevölkerung in der Stadt. Im Bild das Löschboot «Donner». (Archivbild: Manuela Jans)

Die Feuerwehr der Stadt Luzern ist offiziell für die Brandbekämpfung und Personenrettung auf einem Teil des Vierwaldstättersees zuständig, namentlich auf dem Hoheitsgebiet des Kantons Luzern. Sie ist auch zuständig bei Bränden am Seeufer, für die Beseitigung von Öl- und Treibstoffverschmutzungen sowie für Hilfeleistungen bei Sturmschäden. Für diese Aufgaben ist sie mit ihren zwei kleinen Booten - einem Lösch- und einem Arbeitsboot für Ölwehreinsätze- eher schlecht gerüstet.

Dieses Manko ist seit 2011 bekannt. Deshalb wurde bereits damals eine Arbeitsgruppe zur Klärung der Beschaffung eines neuen Löschboots formiert und die dafür nötigen Schritte aufgegleist. Allerdings wurden sich Stadt und Kanton lange nicht einig über den Kostenteiler. Die Kosten für das neue Löschboot wurden anfänglich mit einem Betrag zwischen 400 000 und 600 000 Franken angegeben.

Die Hälfte zahlt der Kanton

Daran sollen sich Stadt und Kanton hälftig beteiligen, sagte Stadtrat Adrian Borgula (Grüne) bereits im November 2016 gegenüber unserer Zeitung. Doch der Kanton wollte lediglich 150 000 Franken zahlen. Gestern nun teilte das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern mit, dass sich der Kanton mit maximal 340 000 Franken beteiligen werde. Das sind 50 Prozent der ausgewiesenen Kosten von maximal 680’000 Franken.

Das Löschboot der Feuerwehr Stadt Luzern kommt bei einer Übung zum Einsatz. (Bild: PD)

Das Löschboot der Feuerwehr Stadt Luzern kommt bei einer Übung zum Einsatz. (Bild: PD)

Der detaillierte Kostenteiler sieht vor, dass das Justiz- und Sicherheitsdepartement 40 Prozent und das Bau-, Umwelt und Wirtschaftsdepartement zehn Prozent der Kosten tragen. Die restlichen Kosten verteilen sich auf die Feuerwehr der Stadt Luzern mit 40 Prozent, sowie auf die Gebäudeversicherung des Kantons Luzern mit zehn Prozent. Das neue Lösch- und Rettungsboot wird das 25-jährige Löschboot «Donner» ersetzen. «Wir rechnen, dass das neue Boot bis Ende 2020 gebaut und einsatzbereit ist», sagt Theo Honermann, Feuerwehrkommandant der Stadt Luzern.

Zuerst werde in den nächsten Wochen die öffentliche Ausschreibung vorbereitet. Danach können die Angebote eingereicht und die Auswahl getroffen werden. Wann der Zuschlag an den künftigen Bootsbauer erfolgt, hängt davon ab wie lange in der Stadt noch kein rechtskräftiges Budget besteht. «Die Bedürfnisse an das Boot haben wir in einem Pflichtenheft und einem Bootsplan zusammengefasst», so Honermann weiter.

Seesicherheit ist gewährleistet

Sie basieren auf einer vertieften Analyse von Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Ölwehr-, Lösch- und Rettungsbereich. Die Eckdaten seien etwa die Länge von 10-12 Meter, die Breite von etwa 4 Meter und die maximale Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern. Ansonsten liegt die Ausführung bei den Bootsbauern.

Die Feuerwehr Stadt Luzern sei sehr zufrieden mit dem regierungsrätlichen Bescheid sagt Honermann und fügt an: «Damit wird eine jahrelange unbefriedigende Situation in absehbarer Zeit beseitigt. Denn das neue Boot ist ein wichtiger Baustein zur optimalen und zweckmässigen Ausrüstung, um die Sicherheit auf dem See zu gewährleisten.»

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