Feuerwerke lassen Nachbarn explodieren

Immer mehr Private zünden Feuerwerke – zum Teil ohne Bewilligung und zum Ärger der Nachbarn. Jüngstes Beispiel: Meggen.

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(Symbolbild Urs Flüeler/Neue LZ)

(Symbolbild Urs Flüeler/Neue LZ)

«Plötzlich gab es einen furchtbar lauten Knall», ärgert sich Cony Kaufmann aus Meggen. Sie war bereits eingeschlafen, als sie am Donnerstag gegen Mitternacht unsanft aus ihren Träumen gerissen wurde. Sie habe zuerst nicht genau gewusst, was los sei. «Erst als ich und mein Mann aus dem Fenster schauten, haben wir das Feuerwerk gesehen.» Gedauert habe das Spektakel einige Minuten. «Ich kann wirklich nicht verstehen, wie man mitten in der Nacht ein solches Feuerwerk zünden kann», sagt die 39-Jährige.

Verursacher unbekannt
Wer für das mitternächtliche Spektakel verantwortlich ist, ist nicht bekannt. Denn ein Gesuch ist laut Urs Wigger, Mediensprecher der Kantonspolizei, keines eingegangen. Die Polizei versuche nun aber herauszufinden, wer dahinterstecke. «Feuerwerke sind ausser am 1. August und am 31. Dezember grundsätzlich bewilligungspflichtig. Denn es ist wichtig, dass die Gemeindebehörden, die Polizei und bei Indoor-Feuerwerken zusätzlich die Feuerwehr und die Gebäudeversicherung informiert sind.» So könnten allfällige Gefahren im Vorfeld eingeschränkt werden. Ausserdem habe es schon Fälle gegeben, bei denen die Feuerwehr wegen eines solchen Feuerwerks vergebens ausgerückt sei. Wer ein Feuerwerk ohne Bewilligung zündet, muss im schlimmsten Fall mit Haft oder Busse rechnen.

Andreas Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.