FIFA: Weltfussballer könnte in Luzern geehrt werden

Die jährliche Ehrung des Fifa-Weltfussballer des Jahres findet jeweils im Zürcher Opernhaus statt. Nun scheint das KKL in Luzern als neuer Standort im Gespräch zu sein.

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Der KKL-Saal bei der EM-Gruppenauslosung im Dezember 2007. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der KKL-Saal bei der EM-Gruppenauslosung im Dezember 2007. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Wie «20Minuten» meldet, sei der Platz für die so genannte «World Player Gala» im Opernhaus zu knapp geworden. Bereits ab 2010 könnte die Ehrung im KKL durchgeführt werden.

Man sei im Gespräch mit verschiedenen Partnern, sagte Alfred N. Becker, Verwaltungsrats-Präsident der Messe Luzern, gegenüber der Pendlerzeitung. Auch zwischen FCL-Präsident Walter Stierli und Fifa-Chef Sepp Blatter sind scheinbar bereits erste Gespräche geführt worden. Mehr will man aber momentan noch nicht preisgeben. Nur so viel: Eine Evaluation sei im Gange – man müsse die Ergebnisse abwarten.

Kein Geschenk an die Fifa
Auch Stadtpräsident Urs W. Studer bleibt vorsichtig, wird aber doch etwas konkreter: «Ich glaube auch, Kenntnis davon zu haben, dass das KKL bereits eingeladen worden ist, eine Offerte zu machen», sagte er auf Anfrage gegenüber «Radio Pilatus». Zu bedenken sei jedoch, dass die Stadt – wie möglicherweise andere Mitbewerber wie etwa Wien – nicht in der Lage und gewillt sei, den Anlass aus Goodwill der Fifa gegenüber zu finanzieren. Falls die Fifa schliesslich grünes Licht gebe, wäre dies der Startschuss für zahlreiche Abklärungen, etwa ob «zivile Jets ausnahmsweise in Emmen landen könnten». Studers Fazit: «Wir sind in Abwartestellung – aber durchaus voller Hoffnung.»

Im Hinblick darauf, dass das KKL bereits Austragungsort des in zahlreiche Länder übertragenen «Final Draws» – der Gruppenauslosung der EM – im Dezember 2007 ausgewählt worden war, dürfte diese Hoffnung wohl durchaus ihre Berechtigung haben.

Ronaldo machte das Rennen
Im vergangenen Jahr wurde Cristiano Ronaldo «Weltfussballer des Jahres». Der 23-jährige Portugiese wurde von Pelé geehrt. Der Flügelstürmer von Manchester United setzte sich mit 935 Punkten vor dem argentinischen Olympiasieger und Vorjahres-Zweiten Lionel Messi (678) und dem spanischen Europameister Fernando Torres (Liverpool/203) durch. Die Wahl bei den Frauen gewann die Brasilianerin Marta, die den Preis von Nicole Petignat und Franz Beckenbauer überreicht erhielt. Die 22-Jährige schaffte damit den Hattrick, nachdem sie bereits in den vergangenen beiden Jahren zur Weltfussballerin gewählt worden war.

Malterserin in Luzern gekrönt?
Marta hält übrigens grosse Stücke auf ihre ehemalige Teamkollegin Ramona Bachmann. Und sie ist nicht die einzige: Die 18-Jährige aus Malters, die beim schwedischen Serienmeister Umeå IK spielt, wird bereits jetzt als nächste Marta gehandelt ( Artikel zum Thema » ). Auch Bachmann selber hat sich hohe Ziele gesetzt: Sie strebt nichts Geringeres an, als in Martas Fussstapfen zu treten und Weltfussballerin zu werden. Möglicherweise in Luzern?

scd/si