Fifty-Fifty – der SC Kriens und der Kanton schliessen einen Deal zu den Sicherheitskosten ab 

Eine Regelung die beim FC Luzern schon lange besteht, weitet der Kanton Luzern nun auf den SC Kriens aus. Der Verein muss sich jährlich an den Sicherheitskosten beteiligen.

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(jwe) Die Fussballer des SC Kriens spielen seit zwei Jahren in der zweitobersten Liga, der Challenge League. Die Heimspiele im Kleinfeld bringen Sicherheitskosten mit sich, an denen sich der Klub neu zur Hälfte beteiligt. Der Kanton Luzern schreibt in einer Mitteilung, man habe sich auf diese Regelung geeinigt, analog einer bereits bestehenden Regelung mit dem FC Luzern. Dieser muss für 80 Prozent der Kosten selber aufkommen. 

Die Sicherheit im und rund um das Stadion finanziert der SC Kriens nun mit. (Bild: Boris Bürgisser, 20.09.2019, Kleinfeld)

Die Sicherheit im und rund um das Stadion finanziert der SC Kriens nun mit. (Bild: Boris Bürgisser, 20.09.2019, Kleinfeld)

Dieser Deal gilt rückwirkend per 1. Januar 2019. Für dieses Jahr zahlt der SC Kriens 10'000 Franken an den Kanton. Dieser Betrag würde jeweils nach den Kosten des Vorjahres (Kalenderjahr) bemessen und jährlich nach oben oder unten angepasst. Zum Vergleich: Der FC Luzern zahlte gemäss Geschäftsbericht für die Saison 2018/19 rund 415'000 Franken an die Polizei.

Die Vereinbarung mit dem SCK gilt mindestens bis Ende 2024. Bei einem Ligawechsel wird die Vereinbarung per 30. Juni des jeweiligen Jahres neu verhandelt. 

Vertragsdetails

Der Challenge-League-Club SC Kriens kann eine Reduktion um 2500 Franken geltend machen, sofern es weder innerhalb noch ausserhalb des Stadions zu Ausschreitungen kommt. Beide Vertragsparteien können ausserdem beantragen, dass pro Kalenderjahr Investitionen von maximal 5000 Franken in die Sicherheits-Infrastruktur getätigt und vom Kostendeckungsbeitrag in Abzug gebracht werden können. Die Vereinbarung regelt zudem den Kostenersatz bei Spielen ausserhalb des Meisterschaftsbetriebs, bei denen der Aufwand die unentgeltliche Grundversorgung übersteigt – beispielsweise Cup- oder Freundschaftsspiele.