FIGHT NIGHT: Höhepunkt dauerte 180 Sekunden

Die Krienserin Michele Bachmann holt sich an der K-1 Fight Night den Schweizer Meistertitel. Für das Highlight am Samstagabend sorgt Enver Sljivar: Nur knapp drei Minuten benötigt der Kickboxer der Kampfsportschule Bajrami für seinen WM-Titel.

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Sie setzte sich durch: Michelle Bachmann ist Schweizer Meisterin im Kickboxen. (Bild: Pius Amrein  / Neue LZ)

Sie setzte sich durch: Michelle Bachmann ist Schweizer Meisterin im Kickboxen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Kampfsportschule Bajrami lud am Samstagabend zur Fight Night nach Littau. Rund 550 Kickbox-Fans sorgten für eine lautstarke Atmosphäre im Zentrum St. Michael. Spätestens mit Beginn des Kampfes um den Schweizermeistertitel (-55 Kg) der Frauen erreichte die Stimmung zum ersten Mal den Siedepunkt. Lokalmatadorin Michele Bachmann forderte die Baslerin Daniela Iselin.

Ein Kampf auf Messers Schneide - mit dem besseren Ende für die 21-jährige Krienserin. Bachmann siegte mit 2:1 nach Richterstimmen. In den ersten zwei Runden agierte die angehende Polizisten noch verhalten, ehe sie ab der dritten Runde zulegen konnte. Die Freude bei Bachmann war riesig, trotz Verdacht auf Nasenbeinbruch und mächtig geschwollenen Lippen. «Dieser Gürtel ist es wert. Ich habe zwar noch in keinem meiner bisherigen 10 Kämpfe so einstecken müssen», sagte Bachmann und betrachtete sich im Spiegel: «So habe ich wirklich noch nie ausgesehen».

Enver Sljivar gewinnt den Kampf gegen Chris Cooper. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
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Enver Sljivar (rechts) gegen Chris Cooper. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Enver Sljivar (rechts) gegen Chris Cooper. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Enver Sljivar (links) gegen Chris Cooper. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Enver Sljivar (links) gegen Chris Cooper. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Enver Sljivar bei der Hymne mit seinem Trainer Xhavit Bajrami. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Enver Sljivar (rechts) gegen Chris Cooper. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Einmarsch der Kämpfer (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
EM-Titelkampf zwischen Philipp Stöckli (rechts) und Mergim Vukshina. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
EM-Titelkampf zwischen Philipp Stöckli (links) und Mergim Vukshina. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
EM-Titelkampf zwischen Philipp Stöckli (links) und Mergim Vukshina. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
EM-Titelkampf zwischen Philipp Stöckli (links) und Mergim Vukshina. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
EM-Titelkampf zwischen Philipp Stöckli (rechts) und Mergim Vukshina. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Die Krienserin Michele Bachmann jubelt. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Michele Bachmann nimmt Gratulationen zum gewonnenen Kampf entgegen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Daniela Iseli aus Basel (links) gegen Michele Bachmann aus Kriens kämpfen um den Schweizer Meistertitel. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Beim Kickboxen sind auch Fusstritte erlaubt. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Michele Bachmann (rechts) holt aus zu einem Tritt auf Hüfthöhe ihrer Gegnerin. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Kein Sport für Zartbesaitete: Michele Bachmann blutet aus der Nase. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Michele Bachmann ist die neue Schweizer Meisterin im Kickboxen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Dies ist er: Der Gürtel für den Weltmeister. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Enver Sljivar gewinnt den Kampf gegen Chris Cooper. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Im zweiten Titelkampf des World Professional Kickbox Council (WPKC) ging der Europameistertitel (bis 71 kg) an Mergim Vukshinaj aus Basel, der knapp mit 2:1 nach fünf Runden gegen den Baarer Philipp Stöckli gewann. Der Europameistertitel in der Kategorie -82,5 kg sicherte sich der Bieler Beni Osmanovski. Der Schweizer gewann im internationalen Duell gegen den Italiener Vittorio Lermano.

Beim letzten Titelkampf des Abends stieg schliesslich Enver Sljivar in den Ring. Gegen Widersacher Chris Cooper aus Nordirland kämpfte Sljivar, der über 10 Jahre in Luzern lebte und nach wie vor beim ehemaligen Weltmeister Xhavit Bajrami trainiert, um den WPKC-Weltmeistertitel. Bereits nach 1,5 Minuten sank Cooper das erste Mal zu Boden und wirkte fortan sichtlich angeschlagen. Sljivar liess anschliessend nichts mehr anbrennen und schlug Cooper kurz vor Ablauf der ersten Runde K.O. Knapp 180 Sekunde reichten dem Zentralschweizer, um sich den WM-Titel (-105 kg) zu holen.

Claudio Zanini
 

Hinweis: Einen ausführlichen Bericht über den WM-Kampf von Enver Sljivar lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.