FILMEWETTBEWERB: Aus fünf Sekunden das Maximale herausholen

Bald flimmern die besten Filmbeiträge des Wettbewerbs 5-10-20 über die öffentlichen Displays in Bahnhöfen und Postämtern. 5-10-20 ist Teil eines interdisziplinären Projektes an der Hochschule Luzern – Design und Kunst sowie Wirtschaft.

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Einer der Beiträge vom letzten Jahr auf dem Grossdisplay im Zürcher Hauptbahnhof. (Bild pd)

Einer der Beiträge vom letzten Jahr auf dem Grossdisplay im Zürcher Hauptbahnhof. (Bild pd)

Experimentalfilmer und Filmstudierende aus der ganzen Welt waren während des Sommers aufgerufen, einen Kurzfilm von 5, 10 oder 20 Sekunden Länge einzureichen. Eine Jury bestehend aus Regisseuren, Werbern, Künstlern und Kommunikationsfachleuten wählt derzeit die zwölf gelungensten Beiträge jeder Kategorie aus. «Auffällig ist in diesem Jahr die hohe Qualität und die Internationalität der Filme. Neben den Schweizer Beiträgen, haben wir Teilnehmer aus Deutschland, Russland, Kanada und Australien.», erläutert Robert Müller, Projektleiter und Dozent an der Hochschule Luzern – Design & Kunst.

Auf Grossbildschirmen zu sehen
Die Filme bleiben nicht nur einem Fachpublikum vorbehalten, sondern sind vom 22. bis zum 30. September auf den Displays der öffentlichen Verkehrsmittel in Österreich sowie auf den grossen e-Boards in den Bahnhöfen Zürich, Bern, Basel, Genf und Lausanne zu sehen. Und auch das Warten am Postschalter wird in diesen Tagen verkürzt: Canal Poste strahlt die kleinen Kunstwerke schweizweit ebenfalls aus.

Am 1. Oktober werden die drei besten 5-, 10- und 20-Sekünder im Landesmuseum Zürich erkoren und mit einem Preisgeld von insgesamt 15'000 Franken ausgezeichnet. Die Preisverleihung ist öffentlich. Bis zum 5. Oktober werden die Siegerfilme nochmals in den bereits genannten Medien gezeigt. Unterstützt wird der Wettbewerb von e-Advertising, der Schweizer Post, PC-Ware Systems (Schweiz) AG, Infoscreen (Österreich) GmbH sowie der SFA Swissfilm Association.

Beiträge werden untersucht
Der Ultra-Kurzfilm-Wettbewerb ist Teil eines interdisziplinären Projekts an der Hochschule Luzern – Wirtschaft sowie Design & Kunst, das sich dem bewegten Bild widmet und unter anderem folgenden Fragen nachgeht: Wie kann mit Bildern erzählt, erklärt und überzeugt werden? Welche Bildsprache ist angemessen? Welche dramaturgischen, gestalterischen und technische Mittel sind einsetzbar, um ein Thema visuell aufzubereiten? Ziel ist die systematische Erforschung zeitgemässer Formen visueller Kommunikation. Die Verbindung handwerklichtechnischer Fähigkeiten mit wissenschaftlich-reflektierenden und künstlerisch-experimentellen Verfahrensweisen steht im Vordergrund.

scd