FILMPREIS: «Home» holt den Schweizer Filmpreis

Im Kultur- und Kongresszentrum Luzern sind am Samstagabend die «Oscars» der Schweizer Filmszene vergeben worden. Als bester Film 2008 wurde «Home» von Ursula Meier ausgezeichnet.

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Bundesrat Pascal Couchepin übergab an Ursula Meier, vorne links, und ihre Crew den Quartz 2009 für den besten Spielfilm mit dem Titel "Home". (Bild EQ)

Bundesrat Pascal Couchepin übergab an Ursula Meier, vorne links, und ihre Crew den Quartz 2009 für den besten Spielfilm mit dem Titel "Home". (Bild EQ)

Die Schweizer «Oscars» in Form von Quartzen wurden zum ersten Mal an einer von der SRG in allen drei Sprachregionen auszugsweise übertragenen Gala verliehen. Die vom schweizerisch-italienischen Regisseur Silvio Soldini präsidierte Jury kürte einstimmig «Home» zum besten Spielfilm.

Herausragende Regiearbeit und das perfekt homogene Zusammenspiel der Schauspieler vereinten sich zusammen mit der Kameraarbeit, dem Sound- und Productiondesign zu einem aussergewöhnlichen Film, hiess es in der Laudatio.

«Home» gewann zudem einen Quartz für das beste Drehbuch von Ursula Meier und Antoine Jaccoud. Und Kacey Mottet Klein, der in «Home» den Sohn spielt, gewann die Auszeichnung als bestes schauspielerisches Nachwuchstalent, wie Swiss Films weiter bekannt gab.

Celine Bolomey als beste Hauptdarstellerin
Der Quartz für die beste Schauspielerin ging einstimmig an Celine Bolomey für ihre Hauptrolle im Film «Du bruit dans la tête». Die Jury würdigte ihre herausragende Leistung in einer äusserst schwierigen Rolle, in der sie die Zerbrechlichkeit einer Frau in einem komplexen, gestörten Beziehungsgefüge authentisch verkörpere.

Zum besten Darsteller wurde Dominique Jann für seinen Auftritt im Film «Luftbusiness» gekürt, für seine überzeugende und enthusiastische Darstellung einer Figur, die die Leichtigkeit des Seins verkörpert und einem äusserst deprimierenden Umfeld Energie und Lebensfreude einflösst, wie es in der Laudatio hiess.

Auszeichnung für Absolventin der Hochschule Luzern 
Als bester Dokumentarfilm wurde «No More Smoke Signals» von Fanny Bräuning ausgezeichnet. Den Quartz für den besten Kurzfilm erhielt «Un día y nada» von Lorenz Merz, während der Preis für den besten Trickfilm an « Tôt ou tard « von Jadwiga Kowalska ging. Die Bernerin ist Absolventin des Studiengangs Animation der Hochschule Luzern – Design & Kunst.

In der neu geschaffenen Kategorie «Beste Filmmusik» wurde der Preis Marcel Vaid für die Musik im Film «Zara» zugesprochen. Der Spezialpreis der Jury ging an Danilo Catti für das künstlerische und politische Engagement in «Gìu le mani».

Erste Gala-Veranstaltung
 Die Quartz-Preise wurden in Anlehnung an die Oscar- und Cesar-Verleihungen erstmals an einer von der SRG organisierten Gala verliehen. Unter den geladenen Gästen im KKL war auch Kulturminister Pascal Couchepin. Mit dem festlichen Event wollen die Partner Bundesamt für Kultur, SRG, Swiss Films und Schweizer Filmakademie dem Filmpreis mehr Bedeutung verleihen und damit die Anerkennung des Schweizer Films in der Bevölkerung stärken.

Die Verleihungszeremonie wurde in Auszügen von den sprachregionalen Fernsehsendern der SRG übertragen. In der «Nacht des Schweizer Films» wurden auch Schweizer Filme und Beiträge zum Filmschaffen in unserem Land ins TV-Programm aufgenommen.

ap


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by homelefilm