Finanzen
Auch die Rechnung der Gemeinde Malters schliesst viel besser ab als erwartet

Anstelle eines Defizits resultierte 2020 ein sattes Plus von über drei Millionen Franken. Die Entwicklung der nächsten Jahre ist aufgrund der Coronakrise aber unsicher.

Stefan Dähler
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Blick auf Malters.

Blick auf Malters.

Bild: Boris Bürgisser (3. April 2020)

Wie bereits zahlreichen andere Luzerner Gemeinden schliesst auch Malters die Rechnung 2020 deutlich besser ab als budgetiert. Es resultiert ein Plus von 3,16 Millionen Franken, wie die Gemeinde mitteilt. Budgetiert war ein Defizit von 772'000 Franken. Der Gesamtaufwand beläuft sich auf 51,34 Millionen Franken.

Ein wichtiger Grund für den besseren Abschluss sind Mehrerträge von 1,75 Millionen Frank bei den Steuererträgen. Insbesondere die Nachträge früherer Jahre und die Grundstück- und Kapitalsteuern fielen deutlich höher aus als erwartet, so die Gemeinde. Um 1,3 Millionen Franken tiefer als erwartet fielen zudem die Ausgaben in der Bildung aus. Es seien weniger Abteilungen geführt worden und die Umsetzung des neuen Kostenteilers zwischen Kanton und Gemeinde habe zu mehr Kantonsbeiträgen geführt als budgetiert. Minderaufwände habe es auch im Bereich Gesundheit und Soziales gegeben und weil wegen Corona Anlässe, Veranstaltungen und Projekte nicht umgesetzt werden konnten.

Weitere Auswirkungen von Corona sind unklar

Die Einsparungen wegen der Pandemie dürften aber nur kurzfristiger Natur sein. Wie sich diese künftig auswirkt, sei unklar, schreibt die Gemeinde. Möglich seien wirtschaftliche Schäden, ausbleibende Steuererträge oder steigende Sozialhilfefälle. Der Gemeinderat will die weitere Entwicklung der Gemeindefinanzen im Rahmen der Erarbeitung des Budgets 2022 «kritisch prüfen», heisst es in der Mitteilung. Trotz des guten Abschlusses 2020 halte man an einer «sorgfältigen Ausgabenpolitik» fest.