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FINANZEN: Ebikons Rechnung schliesst besser als erwartet – trotz weniger Steuereinnahmen

Die Rechnung 2017 der Gemeinde schliesst zwar im Vergleich zum Budget erfreulich ab. Bei einem wichtigen Posten ist die Finanzvorsteherin jedoch mit der Entwicklung nicht zufrieden.

Roman Hodel

roman.hodel@luzernerzeitung.ch

Bei einem Aufwand von 82 Millionen Franken resultiert in der Jahresrechnung 2017 der Gemeinde Ebikon ein Defizit von 1,56 Millionen Franken. Budgetiert war ein Minus von 1,64 Millionen. Das bedeutet einen um 80000 Franken besseren Abschluss, wie die Gemeinde Ebikon gestern mitteilte.

Möglich gemacht hätten dies unter anderem schwer voraussehbare Mehrerträge bei den Sondersteuern sowie Minderausgaben bei den Fremdkapitalzinsen. Denn während die Gemeinde den budgetierten Steuerertrag bei den juristischen Personen knapp erreichte, verpasste sie das Ziel bei den natürlichen Personen um 2,3 Millionen Franken.

Laut Susanne Troesch-Portmann (CVP), Gemeinderätin Ressort Finanzen, ist dies keine erfreuliche Entwicklung: «Wir werden das analysieren müssen – war 2017 nur ein Ausreisser oder gehen die Steuererträge tatsächlich weiter zurück?» Eine Erklärung dafür hat sie noch nicht, aber zumindest eine Vermutung: «Es könnte an der Bevölkerungsstruktur liegen. In anderen Luzerner Agglo-Gemeinden stellt man eine ähnliche Entwicklung fest, derweil in ländlichen Gemeinden die Steuererträge 2017 tendenziell zugenommen haben.»

Gewisse Hoffnungen setzt Susanne Troesch-Portmann in die viele neuen Siedlungen, in denen vor allem Wohnraum im mittleren Preissegment entsteht: «Der Bevölkerungszuwachs führt allerdings auch zu Mehraufwand in der laufenden Rechnung und bei den Investitionen, weshalb noch schwierig abzuschätzen ist, welcher Effekt überwiegen wird.»

Kommission findet: «Zu optimistisch» budgetiert

Die Controlling-Kommission schreibt in ihrem Bericht zur Rechnung, dass die Gemeinde «zu optimistisch» budgetiert hat. Sie beurteilt die finanzielle Situation von Ebikon aber nach wie vor als solide. Allerdings sei das angesparte Eigenkapital rasch aufgebraucht, sollte man die Jahresrechnungen weiterhin mit Defiziten abschliessen. Per Ende Dezember 2017 betrug das Eigenkapital 8,28 Millionen Franken. Gemäss Finanzplan will die Gemeinde Ebikon ab dem Jahr 2020 wieder schwarze Zahlen schreiben. Die Nettoschuld pro Einwohner beträgt aktuell 2155 Franken.

Für Investitionen hat die Gemeinde Ebikon im vergangenen Jahre netto 3,1 Millionen Franken ausgegeben – budgetiert waren 4,18 Millionen. Das Geld floss unter anderem in die neue Informatikinfrastruktur der Volksschule, in die Parkplatzbewirtschaftung (Kauf von Parkuhren) und die Erstellung der Hauptwasserleitung im Bereich der Mall.

Hinweis

Die Orientierungsversammlung zur Rechnung findet am 28. Mai, 19.30 Uhr, im Wydenhof, die Abstimmung am 10. Juni statt.

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