Entlebuch, Gettnau, Hochdorf, Schenkon und Wauwil präsentieren ihre Jahresrechnungen

In diesen Wochen finden zahlreiche Gemeindeversammlungen statt. Im Zentrum: die Rechnungen 2017. Während Gettnau rote Zahlen präsentiert, freut sich Hochdorf über einen Ertrag in Millionenhöhe.

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Die Finanzen sollen transparenter werden. (Symbolbild)

Die Finanzen sollen transparenter werden. (Symbolbild)

Entlebuch: Plus grösser als erwartet

Die Rechnung 2017 fällt positiver aus als budgetiert. Statt eines Ertragsüberschusses von 207 745 Franken resultierte ein Plus von 387 138 Franken. Dies bei einem Gesamtaufwand von rund 18,5 Millionen Franken. Neben Minderausgaben – vor allem bei der sozialen Wohlfahrt – haben gemäss dem Gemeinderat höhere Steuereinnahmen zu einem besseren Ergebnis geführt. Dazu hat die Gemeinde Entlebuch Investitionen im Wert von rund 365 000 Franken getätigt. Der Gemeinderat beantragt an der Gemeindeversammlung vom 8. Mai, den Ertragsüberschuss für einen Steuerrabatt um eine Zehnteleinheit zu verwenden und den Rest dem Eigenkapital zuzuweisen.

Gettnau: Mehr Aufwand als Ertrag

Die Rechnung 2017 der Gemeinde Gettnau schliesst 527 000 Franken im Minus und liegt damit um 250 000 Franken über dem Budget. Dies bei einem Gesamtaufwand von rund 5,8 Millionen Franken. Gründe für das schlechtere Ergebnis sind Mehrausgaben im Gesundheitswesen und tiefere Steuererträge. Die Gemeindeversammlung ist am 16. Mai.

Hochdorf: Eine Million mehr Ertrag

Eigentlich hatte der Hochdorfer Gemeinderat für 2017 ein Plus von knapp 1,5 Millionen Franken budgetiert. Jetzt stiegen die Erträge sogar auf knapp 2,5 Millionen Franken an. Dies bei einem Gesamtaufwand von knapp 48 Millionen Franken. Der Buch­gewinn aus dem Landverkauf Turbi ist noch nicht berücksichtigt. Der Gemeinderat führt das gute Ergebnis auf ein striktes Ausgabenmanagement und einen Mehrertrag bei den Steuern zurück. Die nächste Orientierungsversammlung findet am 28. Mai statt.

Schenkon: Plus statt Minus

Die Jahresrechnung 2017 der Gemeinde Schenkon schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 1,25 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Minus von 72 200 Franken. Dies bei einem Gesamtaufwand von gut 13,5 Millionen Franken. Das bessere Ergebnis beruht gemäss dem Gemeinderat auf höheren Einnahmen bei den ordentlichen Steuern und vor allem auf ausserordentlichen Erträgen bei den Sondersteuern. Die Rechnung wird voraussichtlich an der kommenden Gemeindeversammlung vom 17. Mai ­präsentiert.

Wauwil: Plus dank Bauboom

Ein Mehrertrag von 120 000 Franken resultiert aus der Rechnung 2017 der Gemeinde Wauwil. Dies bei einem Gesamtaufwand von knapp 10 Millionen Franken. Budgetiert war ein Mehrertrag von 20 920 Franken. Verantwortlich für das grössere Plus waren laut dem Gemeinderat ein um rund 150 000 Franken höherer Steuerertrag und die rege Bautätigkeit, welche zu Mehrerträgen bei den Grundstückgewinn- und Handänderungssteuern führte. Die Gemeindeversammlung in Wauwil findet am 1. Mai statt. (red)