Finanzen
Jahresrechnung Adligenswil: Trotz grossem Minus ein «erfreuliches Ergebnis»

6,3 Millionen Franken beträgt das Defizit der Gemeinde Adligenswil im vergangenen Jahr. Stark ins Gewicht fällt dabei der Sonder- und Nachtragskredit für die Pflegezentrum Riedbach AG.

Hugo Bischof
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Die Jahresrechnung 2020 der Gemeinde Adligenswil weist bei einem Gesamtaufwand von 46,73 Millionen Franken einen Aufwandüberschuss von 6,3 Millionen Franken aus. Gemäss einer Mitteilung des Gemeinderats ist das Defizit auf den Betriebsbeitrag in der Höhe von rund 8,88 Millionen Franken zur Sanierung der Pflegezentrum Riedbach AG (neu: Alters- und Gesundheitszentrum Adligenswil AG) zurückzuführen. Diesem Beitrag haben die Stimmberechtigten am 29. November 2020 in Form eines Nachtragskredites und eines Sonderkredites zugestimmt.

Das Pflegezentrum Riedbach in Adligenswil. Der Nachtrags- und Sonderkredit zur Sanierung der dafür zuständigen AG riss ein grosses Loch in die Gemeindekasse.

Das Pflegezentrum Riedbach in Adligenswil. Der Nachtrags- und Sonderkredit zur Sanierung der dafür zuständigen AG riss ein grosses Loch in die Gemeindekasse.

Bild: Boris Bürgisser (Adligenswil, 20. September)

«Ohne die ausserordentlichen Aufwendungen für die Sanierung der Pflegezentrum Riedbach AG würde die operative Rechnung der Gemeinde Adligenswil mit einem erfreulichen Überschuss von 2,58 Millionen Franken abschliessen», sagt Finanzvorsteher Peter Stutz (FDP). Budgetiert war ein Minus von rund 154'000 Franken.

Mehreinnahmen aus Grundstück- und Handänderungssteuern

Grund dafür sind gemäss Stutz vor allem die höheren Einnahmen aus den Grundstückgewinn- und Handänderungssteuern. Diese liegen rund 1,79 Millionen Franken über dem Budget. Bei den ordentlichen Steuern fallen die Einnahmen rund 191'000 Franken tiefer aus. «Inwieweit dies auf die Auswirkungen der Coronapandemie zurückzuführen ist, lässt sich nicht sagen», so Stutz.

Die direkten Kosten der Gemeinde für zusätzlichen Aufwendungen als Folge der Coronamassnahmen beliefen sich auf rund 198'000 Franken. Mit 83'000 Franken am stärksten ins Gewicht fällt dabei die Beschaffung von Material zur Umsetzung des Schutzkonzepts in Schule und Verwaltung (Schutzmasken, Desinfektionsmittel, Schutzwände etc.).

Über die Rechnung wird am 13. Juni an der Urne abgestimmt.