FINANZEN: Luzern budgetiert ein Minus von 23,9 Millionen

Das Budget 2015 des Kantons Luzern sieht trotz grosser Sparbemühungen einen Aufwandüberschuss von 23,9 Millionen Franken vor. Die Regierung macht den Wegfall wichtiger Einnahmen und ein Kostenwachstum in den grössten Politikfeldern dafür verantwortlich.

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Finanzdirektor Marcel Schwerzmann (links) und Hansjörg Kaufmann, Leiter der Dienststelle Finanzen. (Bild: PD)

Finanzdirektor Marcel Schwerzmann (links) und Hansjörg Kaufmann, Leiter der Dienststelle Finanzen. (Bild: PD)

Das Budget 2015 sei auf Kurs, der Druck auf die Kantonsfinanzen bleibe jedoch hoch, teilte die Regierung am Freitag mit. Der betriebliche Aufwand steigt an auf 2,697 Milliarden Franken (Budget 2014: 2,678). Der Ertrag hingegen sinkt leicht von 2,608 auf 2,579 Milliarden Franken.

Sorgen würden vor allem unvorhergesehene Ertragsausfälle bereiten, heisst es in der Mitteilung. So fehlten 20 Millionen Franken nach dem vom Volk beschlossenen Verzicht auf die Liegenschaftssteuer, 32 Millionen durch den Ausfall der Nationalbank-Gewinnausschüttung und 16,6 Millionen Franken durch den Ertragsausfall beim Finanzausgleich.

Um den Haushalt trotzdem einigermassen ins Lot zu bringen, übte die Regierung eine strenge Kostenkontrolle aus. Der Personal- wie auch der Sach- und Betriebsaufwand sinken leicht im Vergleich zum Vorjahr. Auf der Ertragsseite steigen die Steuereinnahmen trotz des Wegfalls der Liegenschaftssteuer um 4,6 Millionen Franken gegenüber dem Budget 2014.

Die Nettoinvestitionen bleiben mit 137,4 Millionen Franken nahezu unverändert. Damit könnten 2015 die Vorgaben für die Schuldenbremse eingehalten werden, schreibt die Regierung.

sda