FINANZEN: Luzern will 16,7 Millionen Franken einsparen

Im Jahr 2011 wird die Stadt Luzern ein hohes Defizit aufweisen. Deshalb hat der Stadtrat ein umfassendes Sparpaket beschlossen.

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Das Steuerpaket wird am 2. Dezember im Grossen Stadtrat behandelt. (Archivbild Neue LZ)

Das Steuerpaket wird am 2. Dezember im Grossen Stadtrat behandelt. (Archivbild Neue LZ)

Die Finanzlage der Stadt Luzern ist schwierig. Im Jahr 2011 wird ein hohes Defizit erwartet. Wie in vielen anderen Gemeinden verschlechtern die kantonalen Steuersenkungen sowie das kantonale Pflegefinanzierungsgesetz die Finanzlage der Stadt im Jahr 2011 enorm. Zudem verursachen die Sanierung der Pensionskasse und Einlagen in den Verkehrsinfrastrukturfonds weitere Kosten.

2907 Franken Schulden pro Kopf
Das Budget für das Jahr 2011 sieht ein Rohdefizit von 29,7 Millionen Franken vor. Nach der Auflösung von Reserven verbleibt noch ein Defizit von 6,7 Millionen Franken. Die Verschuldung pro Kopf steigt dadurch auf 2907 Franken. Deshalb hat der Stadtrat ein Sparpaket entworfen, mit dem 16,7 Millionen Franken eingespart werden sollen. 3,9 Millionen Franken davon sind im Budget 2011 bereits mit einberechnet.

Beim Personal wird gespart
Das Sparpaket beinhaltet insgesamt 134 Massnahmen. Knapp 40 Prozent der Massnahmen sind mit einer Reduktion von Leistungen verbunden. Der grösste Betrag soll duch einen Abbau im Personalbereich eingespart werden. Rund 1650 Stellenprozente werden gestrichen. Dabei werden die betroffenen Angestellten in den meisten Fällen nicht entlassen, die Pensenreduzierung soll möglichst durch natürliche Abgänge erfolgen. Zudem fallen die Lohnerhöhungen in den nächsten Jahren gering aus.

Debatte im Grossen Stadtrat
Das Sparpaket soll bis 2014 vollständig umgesetzt werden. Das Ziel des Stadtrates ist, bis 2015 ohne Steuererhöhungen wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Am 2. Dezember wird im Grossen Stadtrat über das Sparpaket sowie das Budget 2011 debattiert.

pd/das