Finanzen
Luzerner Kantonsrat will neue Kaserne für Schweizergarde unterstützen

Der Kanton Luzern spendet der Stiftung, die für eine neue Kaserne der Schweizergarde in Rom Geld sammelt, 400'000 Franken. Ein Antrag der SP, diese Summe zu streichen, ist gescheitert.

Lukas Nussbaumer
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Die Schweizergardisten im sollen eine neue Kaserne erhalten. Ob dafür auch ein Beitrag aus dem Kanton Luzern fliesst, wird an der nächsten Session definitiv entschieden.

Die Schweizergardisten im sollen eine neue Kaserne erhalten. Ob dafür auch ein Beitrag aus dem Kanton Luzern fliesst, wird an der nächsten Session definitiv entschieden.

Alessandro Di Meo/EPA ANSA

Die Schweizergarde in Rom braucht eine neue Kaserne. Das ist von breiten Kreisen anerkannt. Uneinigkeit herrscht in Bezug auf die Finanzierung. Kantone wie Bern finden, dafür sei nicht die öffentliche Hand zuständig. Der Stadtluzerner SP-Kantonsrat David Roth ist der gleichen Meinung. «Der Vatikan ist nicht auf unser Geld angewiesen, er ist schuldenfrei», begründete Roth am Dienstag seinen Antrag, die im Budget eingestellte Summe von 400'000 Franken zu streichen.

Unterstützung erhielt Roth, der sich als Nachkomme von französischen Gardisten und als ehemaliger Ministrant mit der katholischen Kirche durchaus verbunden zeigte, von den Grünen und Grünliberalen. Auch für Simon Howald (GLP, Luzern) und Fabrizio Misticoni (Grüne, Sursee) braucht der Vatikan für eine neue Kaserne der Schweizergarde kein Geld aus dem Kanton Luzern. Letztlich scheiterte der Streichungsantrag von Roth mit 66 Nein- zu 39 Ja-Stimmen.

Dekret wird erst noch diskutiert

Argumentiert haben die erfolgreichen Befürworter der Spende nicht nur mit der grossen Verbundenheit, die der Kanton Luzern seit mehr als 500 Jahren mit der Schweizergarde habe, sondern auch mit dem Zeitpunkt des Antrags. Der richtige Ort für die Debatte sei die nächste Session, in welcher das Dekret der Regierung für die Spende an den Kasernenneubau traktandiert ist, sagte Finanzdirektor Reto Wyss. Sein Parteikollege Guido Roos (Mitte, Wolhusen), Armin Hartmann (SVP, Schlierbach) und Patrick Hauser (FDP, Adligenswil) waren der gleichen Meinung.

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