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FINANZEN: Reiden will an Schwimmbad festhalten

Der Gemeinderat präsentiert dem Volk eine mögliche Badi-Lösung. Diese zieht aber einschneidende Konsequenzen mit sich.
Ernesto Piazza

Der nächste Grossaufmarsch bei einer Reider Gemeindeversammlung ist garantiert: Am 4. Mai befinden die Bürger unter anderem über die Zukunft der Badi. Dies wird nötig, weil der aus Frei- und Hallenbad bestehenden Genossenschaft der Konkurs droht. Daher soll sie geordnet liquidiert werden (Ausgabe vom 3. März).

Zugleich stellt der Gemeinderat dem Souverän am 4. Mai drei Anträge, wie an der gestrigen Medienkonferenz bekannt wurde. Einerseits soll das Volk der Gründung einer «neuen Schwimmbadgesellschaft» in Form einer AG zustimmen. Andererseits sei das dazu notwendige Kapital für die Bareinzahlung des Aktienkapitals von 100000 Franken aus dem Sonderkredit vom 20. Juni 2016 zu entnehmen. Dieser beträgt insgesamt 1,25 Millionen. Weiter hofft der Gemeinderat darauf, dass ihm bei diesem Geschäft die Kompetenz erteilt wird, die Gründung zu vollziehen. Diese beinhaltet auch den Abschluss von Dienstbarkeitsvertrag und Leistungsvereinbarung.

7 Millionen Investitionen für Hallenbad

«Der Entscheid wird für Reiden von wegweisendem Charakter sein. Er könnte, was dieses Thema betrifft, einen Aufbruch zu einer positiven Entwicklung bedeuten», sagte Gemeindepräsident Bruno Aecherli gestern. Die Reider Exekutive habe sich klar dafür ausgesprochen, als primäres Ziel die Aufrechterhaltung des Schwimmbadbetriebes anzustreben und die finanziellen Auswirkungen auf die Gemeinde zu optimieren, heisst es in der Botschaft. Deshalb kommt auch eine Sanierung von Frei- und Hallenbad nicht in Frage. Diese würde knapp 10 Millionen Franken kosten und den monetären Rahmen für Reiden sprengen.

Am Hallenbad plant der Gemeinderat allerdings festzuhalten. Die Investitionen dafür werden auf rund 7 Millionen Franken geschätzt. Der Betrieb des Freibades soll jedoch nur noch so lange aufrechterhalten werden, bis Unterhaltsarbeiten anfallen.

Reiden möchte die «neue Schwimmbadgesellschaft» mit 3,6 Millionen Startkapital ausstatten. Davon wären 2,2 Millionen Franken ein rückzahlbares Aktionärsdarlehen. Die restlichen Mittel werden am Markt oder über einen Solidaritätsbeitrag der umliegenden Gemeinden beschafft. Der Betrieb ist mit jährlich maximal 750000 Franken veranschlagt. «Stimmt das Volk unserem Antrag zu, müssen wir das Sanierungskonzept finalisieren, dem Stimmvolk zur Abstimmung vorlegen, um hoffentlich 2019 mit dem Umbau beginnen zu können», so Aecherli.

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

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