FINANZEN: Was halten Sie von den Sparplänen der Luzerner Regierung?

Der Kanton Luzern muss sparen. 9,8 Millionen im nächsten Jahr, 110 Millionen Franken ab 2017. Finanzdirektor Marcel Schwerzmann hat am Donnerstag erste Massnahmen vorgestellt. Einige dürften für Gesprächsstoff sorgen.

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Die Obwaldner Regierung will sparen. (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Die Obwaldner Regierung will sparen. (Symbolbild) (Bild: Keystone)

– Die Regierung will mit der Schliessung der schweizweit wohl besten Schule für Grafiker, der Fachklasse Grafik, pro Jahr 3 Millionen sparen.

– Weiteres Sparpotenzial von zwei Millionen Franken sieht der Kanton Luzern bei den Lehrpersonen an den Gymnasien, bei der Berufs- und Weiterbildung und den Sonderschulen. Sie sollen für den gleichen Lohn wöchentlich eine halbe, beziehungsweise eine ganze Lektion mehr arbeiten. Dadurch wird es weniger Lehrpersonen brauchen.

– Weiter soll das Schuljahr an den Gymnasien und der Berufs- und Weiterbildung durch eine Woche Zwangsferien verkürzt werden - damit weitere vier Millionen Franken gespart werden können.

– Die Universität und die Fachhochschule werden trotz steigender Studierendenzahlen nächstes Jahr mit den gleichen kantonalen Beiträgen auskommen, wie 2015. Auf eine Erhöhung des Trägerbeitrags wird verzichtet.

– Aus Spargründen wird auch die Polizeipräsenz eingeschränkt. Die Luzerner Polizei soll ihre Patrouillendichte reduzieren und dauerhaft auf eine Patrouille pro Tag verzichten.

– Auch die Einnahmen will die Regierung verbessern. Deshalb werden einzelne Gebühren im Strassenverkehrsamt angepasst. Dies betrifft die Kosten von Fahrzeug-Kontrollschildern und die Gebühren von Fahrzeug- und Führerprüfungen.

–Die Mittel für die Individuelle Prämienverbilligung werden um 1,2 Millionen Franken gekürzt. Trotz steigender Prämien wird demnach der Kreis der Anspruchsberechtigen weiter verkleinert.

– Im Gesundheits- und Sozialdepartement, aber auch in Bildungs- und Kulturdepartement wird der Personalaufwand um fünf Prozent gekürzt. Konkret könnte das im Asylwesen und bei der Betreuung von Menschen mit Behinderungen Personalabbau bedeuten. Gemäss Finanzdirektor Marcel Schwerzmann sind Entlassungen im Einzelfall nicht auszuschliessen.

– Die Landwirtschaftliche Kreditkasse unterstützt unter anderem Bauern bei der Finanzierung von Investitionen rund um den gesamten Landwirtschaftsbetrieb und leistet aus dem Hilfsfonds Beiträge für bedrängte Bauernfamilien. Den Fonds du Roulement will die Luzerner Regierung nun um 700'000 kürzen.

– Ebenfalls um 1,25 Millionen Franken gekürzt werden im Aufgabenbereich Umwelt die Mittel für das Energieförderprogramm.

Spart der Kanton Luzern an den richtigen Orten? Was halten Sie von den Sparmassnahmen?

Diskutieren Sie mit!

ber