Finanzielle Hilfe

Luzerner Gastronomen sind «schockiert» und fordern Geld vom Staat

Die sich abzeichnenden Verschärfungen für das Gastgewerbe würden einen rentablen Betrieb vollends verunmöglichen. Darum hofft der Wirteverband von Luzern und Umgebung nun auf weitere finanzielle Hilfen.

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Schon um 19 Uhr soll gemäss dem Bundesrat in Restaurants Schluss sein.

Schon um 19 Uhr soll gemäss dem Bundesrat in Restaurants Schluss sein.

Bild: Boris Bürgisser

(cpm) «Wir sind schockiert über die Pläne des Bundesrates und mussten erst mal darüber schlafen, aber es war eine schlaflose Nacht.» Dies schreibt der Vorstand von GastroRegionLuzern in einer Medienmitteilung. Der Wirteverband der Stadt Luzern und der umliegenden Gemeinden unter dem Präsidium von Patrick Grinschgl ist überzeugt, dass die weiteren sich abzeichnenden Restriktionen für das Gastgewerbe de facto einem Shutdown entsprechen: Mittags könne man wegen des verordneten Homeoffices kaum mehr Geld verdienen, wenn nun auch das Abend- und Sonntagsgeschäft noch wegfalle, bleibe nicht mehr viel. «So wird das Licht in der Gastronomie noch schneller ausgehen als gedacht,» schreibt Grinschgl.

Dies umso mehr, als finanzielle Hilfen ausblieben: «Ausser Kurzarbeitsentschädigung läuft in der Schweiz und somit auch im Kanton Luzern nichts.» Es gebe weder Mietentschädigungen noch Geld aus dem Härtefallfonds – wenigstens für jene Gastronomen nicht, welche im Sommer erfolgreich gewesen seien. Auch würden gewisse Versicherungen noch immer sperren.

Die Forderungen des Verbands sind klar: Der Staat soll die Branche entschädigen. Gemäss Patrick Grinschgl brauchen die Gastronomen für ihr Überleben neben der Kurzarbeitsentschädigung mindestens 30 Prozent des Vorjahresumsatzes.