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Luzerner Fest: Am Imbissstand sind mehrere zehntausend Franken gestohlen worden

Die Stiftung «Luzern hilft» hat Anzeige wegen Veruntreuung eingereicht. Denn am Luzerner Fest sind mehrere zehntausend Franken gestohlen worden. Die Staatsanwaltschaft wird demnächst verschiedene Personen einvernehmen.
Yasmin Kunz
Luzernerfest 2018 rund um das Seebecken und in der Altstadt am Samstag, 30. Juni 2018. (Bild: Philipp Schmidli/Freier Mitarbeiter)

Luzernerfest 2018 rund um das Seebecken und in der Altstadt am Samstag, 30. Juni 2018. (Bild: Philipp Schmidli/Freier Mitarbeiter)

Am diesjährigen Luzerner Fest vom 29. und 30. Juni wurde ein Betrag im mittleren fünfstelligen Bereich veruntreut. Wie viel genau, kann Stiftungsratspräsident Beat Züsli derzeit nicht sagen. «Es sind mehrere Zehntausend Franken weggekommen.»

«Es ist schmerzlich und enttäuschend», sagt Züsli zu den veruntreuten Geldern. Der Luzerner Stadtpräsident fungiert seit 2016 als Präsident der Stiftung «Luzern hilft». Mit dem Reinerlös aus dem Verkauf der Festabzeichen unterstützt die Stiftung gemeinnützige Institutionen wie Insieme Luzern oder die Kinderkrebshilfe Zentralschweiz und das Frauenhaus Luzern.

Vergleiche mit dem Vorjahr führten zur Aufdeckung des Diebstahls

Ein mittlerer fünfstelliger Betrag heisst in etwa so viel wie 50'000 Franken. Eine beträchtliche Summe in Anbetracht der ausgeschütteten 100'000 Franken. Die Hintergründe der Tat und die genaue Höhe des fehlenden Betrags sind derzeit unbekannt. «Wir haben Vergleiche mit dem Vorjahr angestellt, wo der Betrag bei fast identischen Besucherzahlen deutlich höher ausgefallen ist», begründet Züsli diese Erkenntnis.

Geld ist am Imbissstand weggekommen

Weil interne Abklärungen nicht zur Täterschaft geführt haben, hat die Stiftung im November bei der Staatsanwaltschaft Kriens Privatklage wegen unrechtmässiger Aneignung, Veruntreuung und Diebstahl gegen Unbekannt eingereicht. Das teilte die Stiftung gestern mit.

Vertiefte Angaben zum Fall könne man aufgrund des laufenden Verfahrens nicht machen. Züsli sagt nur so viel: Das Geld wurde an einem Getränke- und Imbissstand entwendet. Er weist zudem darauf hin, dass solche Stände, wenn sie an einer guten Lage stehen, inner zwei Tagen sehr wohl eine grosse Summe Geld einnehmen würden.

«Wir sind bis dato davon ausgegangen, dass Personen, die am Luzerner Fest arbeiten, auch die karitative Idee mittragen.»

Beat Züsli, Stiftungsratspräsident

Seit zehn Jahren führt die Stiftung «Luzern hilft» das Luzerner Fest durch. Während dieser Zeitperiode habe sich kein ähnlicher Fall zugetragen, wie Beat Züsli sagt. Für den Stiftungspräsidenten ist diese Veruntreuung ein massiver Vertrauensbruch. «Wir sind bis dato stets davon ausgegangen, dass Personen, die am Luzerner Fest arbeiten, auch die karitative Idee mittragen.» In den letzten zehn Jahren habe es zwar immer auch Veränderungen beim Personal gegeben. Es gibt aber auch einige Personen, die seit Langem einen Stand betreiben, sagt Beat Züsli.

Ja nach Ergebnis wird das Sicherheitskonzept überdacht

Stellt sich die Frage, ob es mehr Sicherheitsmassnahmen braucht bei der Rekrutierung der Standbetreiber. Züsli räumt ein, sich darüber Gedanken zu machen, falls die Abklärungen nun entsprechende Hinweise ergeben. Vorerst warte man die Untersuchung der Staatsanwaltschaft ab, sagt er. Zudem weist er darauf hin, dass das Luzerner Fest in dieser Art nicht mehr stattfinden wird. Für 2020 plane man eine Neuausrichtung des jetzigen Fests.

Züsli hofft, dass die Untersuchung der Staatsanwaltschaft die Täter ermitteln kann «und dass das Geld zurückfliesst und zugunsten benachteiligter Personen eingesetzt werden kann». Bedauerlich sei die Veruntreuung einer solch hohen Summe insbesondere deshalb, weil mit dem Geld Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützt werden, so Züsli.

Seit 1972 rund 3,3 Millionen Franken ausbezahlt

Mehrere Personen werden befragt Simon Kopp, Sprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft, bestätigt auf Anfrage die Anzeige. Die Staatsanwaltschaft Kriens werde den Fall nun untersuchen. Es sei vorgesehen, mehrere Personen zu befragen. Mehr kann Simon Kopp zum jetzigen Zeitpunkt nicht mitteilen. Die Stiftung «Luzern hilft» hat seit 1972 Unterstützungsbeiträge von über 3,3 Millionen Franken ausbezahlt. Im vergangenen Jahr hat sie rund 150'000 Franken an gemeinnützige Organisationen ausgeschüttet. Neben Züsli sitzen im Stiftungsrat unter anderem die ehemalige Kantonsratspräsidentin Trix Dettling und der frühere Emmer Gemeindepräsident Thomas Willi.

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