Finanzierung
Aktionäre der Bergbahnen Sörenberg beschliessen Aktienkapitalerhöhung

Mit der Ausgabe von Vorzugsaktien im Umfang von maximal drei Millionen Franken erhoffen sich die Bergbahnen mehr Handlungsspielraum. Künftig will das Unternehmen stärker auf den Sommertourismus setzen.

Roseline Troxler
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Die neue Luftseilbahn aufs Brienzer Rothorn soll im Dezember 2023 in Betrieb gehen – wegen Corona ein Jahr später als ursprünglich geplant. Das Projekt kostet rund 22 Millionen Franken. Um über genügend Liquidität zu verfügen, haben die Bergbahnen Sörenberg bereits im Sommer 2020 die Pläne einer Aktienkapitalerhöhung kommuniziert.

Die Luftseilbahn aufs Brienzer Rothorn soll bis Ende 2023 ersetzt werden.

Die Luftseilbahn aufs Brienzer Rothorn soll bis Ende 2023 ersetzt werden.

Bild: Boris Bürgisser (Sörenberg, 12. August 2020)

Diese ist nun beschlossen. Die Aktionäre der Bergbahnen Sörenberg haben an einer ausserordentlichen Generalversammlung dem Vorhaben am Montag grünes Licht erteilt. Das Unternehmen kommunizierte, dass die nötigen Statutenänderungen sowie die Aktienkapitalerhöhung von maximal drei Millionen Franken grossmehrheitlich angenommen wurde. Voraussetzung war eine Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Aktienstimmen. An der schriftlichen Abstimmung beteiligten sich 4814 gültige Aktienstimmen, teilen die Bergbahnen Sörenberg mit. «Die Aktienkapitalerhöhung soll durch die Ausgabe von maximal 3000 neuen auf den Namen lautenden Vorzugsaktien à 1000 Franken nominal erreicht werden», heisst es in der Mitteilung weiter.

Ende Sommerferien ist Veranstaltung mit möglichen Investoren geplant

Laut Verwaltungsratspräsident Theo Schnider wird das Aktienkapital damit auf insgesamt elf Millionen Franken erhöht. Die Aktienkapitalerhöhung soll ab Herbst vollzogen werden. «Wir haben dafür insgesamt zwei Jahre Zeit.» Das Ziel sei es, für die Vorzugsaktien neue Grossinvestoren zu finden. Aber auch Stammaktionäre könnten Vorzugsaktien zeichnen. Zunächst will der Verwaltungsrat bis Ende Juni die Rahmenbedingungen festlegen und auch entscheiden, ob der Vollzug etappiert geschehen soll. «Ende Sommerferien wollen wir mögliche Investoren an eine Veranstaltung einladen und aufzeigen, wofür wir das Aktienkapital einsetzen möchten», führt Theo Schnider aus und ergänzt: «Es ist mir bewusst, der Vollzug der Aktienkapitalerhöhung ist kein Spaziergang. Aber Schwierigkeiten, grosse Hürden und Probleme sind keine Hindernisse. Es sind Herausforderungen.»

Im Vordergrund steht die Finanzierung der neuen Luftseilbahn aufs Brienzer Rothorn. Das Unternehmen hofft in den nächsten Wochen auf die Erteilung der Baubewilligung. Weiter sollen Darlehen zurückgezahlt werden. Und auch im Tal und auf der Rossweid will das Unternehmen investieren und damit den Sommertourismus stärken, sagt der Verwaltungsratspräsident. Ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Sommertourismus steht kurz vor dem Abschluss. Am 11. Juli ist die Eröffnung des Grossen Moorrundwegs auf der Rossweid geplant.

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