Finanzierung von Grossprojekten mit ewl-Aktien

Der Luzerner Stadtrat prüft eine Herabsetzung des ewl-Kapitals. Die freiwerdenden Finanzmittel sollen zur Mitfinanzierung eines strategischen Projektes eingesetzt werden.

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Die Grünen wollten Auskunft haben, welche Pläne der Stadtrat mit ewl energie wasser luzern AG hat, deren Aktien sich zu 100 Prozent im Besitz der Stadt befinden. Der Stadtrat betont in seiner Antwort am Dienstag, dass er den Verkauf aller Aktien von ewl, aber auch der vbl Verkehrsbetrieb Luzern AG, ausschliesst.

Die Stadtregierung weist darauf hin, dass Luzern vor einer längeren Periode mit Defiziten stehe. Gleichzeitig müssten möglicherweise grosse Infrastrukturprojekte (Tiefbahnhof, Kultur) mitfinanziert werden. Der Stadtrat habe deshalb geprüft, ob zur Beschaffung der Mittel das Engagement an der ewl reduziert werden könnte.
Nennwertrückzahlung prüfen.

Auf einen Teilverkauf der ewl-Aktien will der Stadtrat verzichten, dies weil das Unternehmen wegen den nötigen Investitionen in erneuerbare Energien für einen Dritten wenig interessant sei. Näher prüfen will der Stadtrat aber eine Nennwertrückzahlung.

Dabei wird das Aktienkapital von heute 62 Millionen Franken herabgesetzt. Der Betrag fliesst zurück an die Aktionäre. Die Stadt kommt damit zu Geld und bleibt alleinige Besitzerin der ewl. Es müssten aber noch diverse juristische und politische Fragen geklärt werden, schreibt der Stadtrat. Auch sei ewl auf ein starkes Eigenkapital angewiesen, um ihre Investitionen günstig finanzieren zu können. Eine Nennwertrückzahlung solle nur zur Finanzierung eines strategischen Projektes ins Auge gefasst werden, schreibt der Stadtrat. Es bestehe deshalb noch kein dringlicher Handlungsbedarf.

sda