FINANZPLAN: Gemeinde Horw erwartet massive Verluste

19 Mio. Franken: Dieses Defizit befürchtet Horw bis 2015. Der Gemeinderat hat deshalb ein Massnahmen-Paket geschnürt.

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Dorfansicht von Horw. (Bild: Archiv PD)

Dorfansicht von Horw. (Bild: Archiv PD)

Horw gehört mit einer Steuerkraft von 3968 Franken pro Einwohner nach wie vor zu den Gemeinden mit guter Steuerkraft, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Diese liege aber deutlich hinter Luzern, Meggen und Weggis und nur leicht über dem Durchschnitt des Amtes Luzern. Der Gemeinderat geht davon aus, dass die Steuerkraft ab 2009 – wirtschaftlich bedingt – unter Druck gerät und sich erst 2012/13 wieder erholen wird. Umso wertvoller sei es, dass ein Eigenkapital von rund 10 Millionen Franken zur Verfügung steht.

Investitionen für 40 Mio. Franken geplant
Für die unerfreulichen Perspektiven im Finanzplan gibt es vier Gründe, wie es weiter heisst. An erster Stelle stünden die Auswirkungen der kontinuierlichen Steuersenkungen während der letzten Jahre auf Gemeinde- und Kantonsebene. Die zweite wichtige Ursache sei die Wirtschaftskrise. Als dritte Ursache müsse die «Abschiebepolitik von Bund und Kanton» genannt werden – «immer mehr» Aufgaben würden auf die Gemeinden abgewälzt. Schliesslich wirke sich auch das Investitionsprogramm auf den Finanzhaushalt aus. In Horw stehen grosse Investitionen von total über 40 Millionen Franken an.

Steuersatz soll gleich bleiben
«Eine Sicht in die Zukunft ist stets mit Unsicherheiten behaftet», schreibt der Gemeinderat im Bericht und Antrag ans Parlament. Nötig seien deshalb Massnahmen. Am Steuersatz soll aber nicht gerüttelt werden, wie es in einem Beitrag im «DRS Regionaljournal Zentralschweiz» heisst. Vielmehr soll Horw als Wohn- und Geschäftsort gefördert und Steuersubstrat angezogen werden. Die Investionen sollen hinterfragt, Leistungen überprüft und Landverkäufe getätigt werden.

scd