FINANZPOLITIK: CVP widerspricht sich selber

Die CVP schiesst scharf gegen den Finanzdirektor. Gleichzeitig singt ihre Vizepräsidentin ein Loblied auf die Finanzpolitik der letzten Jahre.

Lukas Nussbaumer
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Blick von der Tribüne in den Kantonsratssaal, wo die CVP mit 39 von 120 Sitzen die Mehrheit hält. (Bild Manuela Jans)

Blick von der Tribüne in den Kantonsratssaal, wo die CVP mit 39 von 120 Sitzen die Mehrheit hält. (Bild Manuela Jans)

Die Luzerner Finanzpolitik sei «konzeptlos», es fehle «die ordnende Hand des Finanzdirektors». Mit diesen Worten wettern CVP-Fraktionschef Ludwig Peyer und Vizepräsidentin Yvonne Hunkeler im Parteiblatt «konkret» gegen den parteilosen Finanzdirektor Marcel Schwerzmann.

Gestern nun widerlegt Yvonne Hunkeler ihre eigenen Vorwürfe an Schwerzmann. In ihrem «Brief aus dem Kantonsrat», veröffentlicht im «Willisauer Bote», schreibt sie Sätze wie: ««Wir stehen finanziell auf gesunden Beinen.»

Hunkeler verteidigt ihre Beiträge. Im «Brief aus dem Kantonsrat» habe sie «in erster Linie einen Blick in die Vergangenheit geworfen», die Kritik an Schwerzmann beziehe sich «vor allem auf das Sparpaket». Hunkeler sagt zudem, dass sie keine Absichten habe, Regierungsrätin zu werden. Sie betreibe «einfach gerne Finanzpolitik». Und diese sei in den letzten Jahren «zu stark von einem buchhalterischen Denken geprägt gewesen statt vom Blick in die Zukunft».