FISCHKONSUM: Rotsee: Fische sind unbedenklich essbar

Der Kanton Luzern hat seine Gewässer überprüft. Fazit: Aus allen Seen können Fische unbedenklich gegessen werden. Zwei Seen sind besonders «sauber».

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Ein Fischer am Rotsee. (Archivbild Manuela Jans/Neue LZ)

Ein Fischer am Rotsee. (Archivbild Manuela Jans/Neue LZ)

Anlass für die Untersuchungen im Kanton Luzern gaben Befunde von anderen Kantonen, die in Fischen einzelner Flüsse stellenweise erhöhte PCB-Konzentrationen ergaben. Hinzu kam die in den Medien aufgeworfene Frage, ob Fische im Rotsee mit Schadstoffen aus der ehemaligen Deponie Friedental belastet seien.

Nicht mit Dioxin und PCB belastet
Die Ergebnisse zeigen nun, dass die Fische aller genannten Gewässer nicht mit Dioxinen oder PCB belastet sind. Alle Analyseresultate liegen klar unter dieser Schwelle, am deutlichsten bei den Speisefischen aus dem Vierwaldstättersee und dem Sempachersee. Im Rotseewasser lassen sich keine Stoffe aus den Altlastenflächen im Friedental nachweisen. Die PCB- und Schwermetallgehalte der Rotsee-Fische liegen im normalen Bereich.

Zur Beurteilung der PCB-Situation wurden Fische aus Gewässern gewählt, in deren Umfeld alte Ablagerungen oder ehemalige Industriestandorte bekannt sind (Kleine Emme-Unterlauf, Rotsee, Luthern bei Nebikon, Wigger bei Reiden, Baldeggersee und Gütschweiher bei Ballwil). Wenn Giftstoffe über lange Zeit in diese Gewässer gelangt wären, könnten sie im Fettgewebe der dort lebenden Fische nachgewiesen werden. Die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz untersuchte im Sommer 2009 zudem Speisefische aus dem Vierwaldstättersee, dem Sempachersee und aus Fischzuchten.

rem