FLANIERMEILE: So könnte Ebikon in Zukunft aussehen

Die Gemeinde will die Kantonsstrasse im Zentrum auf zwei Spuren reduzieren. Die grosse Frage ist nun, wie sich das auf den Verkehrsfluss auswirkt.

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Entlang der Ebikoner Ladengasse soll eine Flaniermeile entstehen. Visualisierung der Gemeinde Ebikon

Entlang der Ebikoner Ladengasse soll eine Flaniermeile entstehen. Visualisierung der Gemeinde Ebikon

Das Problem ist bekannt: Ebikon wird durch die wenig ansehnliche Kantonsstrasse in zwei Hälften unterteilt. Im Bereich bei der Ladengasse ist jedoch Besserung in Sicht. Die Gemeinde will dort eine Flaniermeile realisieren (wir berichteten). Nun erhält man erstmals eine Vorstellung davon, wie diese aussehen könnte. Die Gemeinde hat eine Visualisierung des Projekts veröffentlicht.

Die Kantonsstrasse umfasst in diesem Bereich derzeit vier Spuren, teilweise gar fünf. Für die Flaniermeile würde diese auf der Höhe der Ladengasse auf zwei Spuren reduziert. Da es sich um eine Kantonsstrasse handelt, ist auch der Kanton für die Finanzierung zuständig. Die Kosten der Flaniermeile zwischen den Einmündungen Schlösslistrasse und Weichlenstrasse werden auf rund 10 Millionen Franken geschätzt. Für diesen Abschnitt ist im kantonalen Bauprogramm 2015 bis 2018 ein Projekt im Topf A enthalten. Darin befinden sich jene Bauprojekte, die nun geplant oder gebaut werden.

Gesamtverkehrskonzept ist in Arbeit

Die Frage ist nun, wie sich die Spurenreduktion auf den Verkehrsfluss auf der Kantonsstrasse auswirkt. Es dürfe kein Nadelöhr entstehen, sagt der partei­lose Gemeinderat Hans Peter Bienz, Vorsteher des Ressorts Planung und Bau. Derzeit werde dies mit Modellrechnungen überprüft. Erste Resultate sind diesen Sommer zu erwarten. Dann will der Gemeindeverband Luzern Plus das Gesamtverkehrskonzept für das Rontal vorstellen. Die konkrete Planung der Strassenumgestaltung beginnt danach. Wann diese realisiert werden kann, ist noch offen. Mit der Flaniermeile will die Gemeinde Ebikon Platz für eine Begegnungszone schaffen. Darauf vorgesehen ist nur langsamer Autoverkehr, vermutlich im Einbahnregime. Vor den Geschäften könnten Parkplätze, eine Baumreihe, Sitzbänke oder auch Boulevardrestaurants entstehen. Die Flaniermeile ist aber nicht die einzige Idee zur Aufwertung des Ebikoner Zentrums. Die Gemeinde prüft derzeit auch den Vorschlag des Architekten Roland Huwiler, die Kantonsstrasse im Zentrum auf einem rund 250 Meter langen Abschnitt leicht zu versetzen und zudem zu überdachen (Ausgabe vom 13. Juli 2016).

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch