Kommentar

Flexibel bleiben – das ist die Devise für junge Berufsleute

Die Pandemie hat auch die diesjährigen Lehrabschlussprüfungen beeinflusst. Doch für die jungen Berufsleute könnte sie noch weitreichendere Folgen haben.

Christian Peter Meier
Drucken
Teilen
Christian Peter Meier

Christian Peter Meier

Über 6500 junge Berufsleute haben in den letzten Wochen ihre Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen. Auch für sie hat das Coronavirus so manche Unwägbarkeit mit sich gebracht; Flexibilität war von den Lernenden ebenso gefragt wie von den Arbeitgebern, Verbänden, Behörden und Schulen.

Böse Zungen behaupten, der aktuelle Berufsjahrgang sei aufgrund der angepassten Schlussprüfungen etwas gar billig zum Abschluss gekommen. Was ist davon zu halten? Wie immer dürften einige Schlaumeier die Situation genutzt haben, um mit dem geringstmöglichen Aufwand zum Ziel zu kommen. Und nicht von der Hand zu weisen ist die Tatsache, dass dieses Jahr etwa im Kanton Luzern prozentual so viele Lernende bestanden haben, wie seit langer Zeit nicht mehr.

Das sind aber Details. Viel grösser als die Gefahr eines ungerechtfertigten Profits ist jene, dass der aktuelle Berufsjahrgang wirtschaftlich unter die Räder kommen könnte. Die Folgen der Pandemie sind keineswegs ausgestanden und viele Unternehmen stehen vor harten Personalentscheiden. Entsprechend werden es manche Lehrabsolventen, etwa solche mit einem Detailhandels- oder KV-Abschluss, nicht leicht haben, sofort eine Anschlusslösung zu finden. Doch auch hier gilt: Kopf hoch, flexibel bleiben und allenfalls gleich eine der zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen! Dann kommt’s gut.

Mehr zum Thema