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So ermöglicht die Stadt Luzern Flüchtlingen den Start ins Berufsleben

Dank einer Vorlehre weg von der wirtschaftlichen Sozialhilfe – das ist das Ziel der Stadt Luzern für Flüchtlinge. Dazu arbeitet sie direkt mit dem Schreinerverband zusammen.
Sandra Monika Ziegler
Dejen Tadese arbeitet bei der GAWO Gasser AG und fängt bald eine Schreinerlehre an. (Bild: Boris Bürgisser, Wolhusen, 4. Juni 2019))

Dejen Tadese arbeitet bei der GAWO Gasser AG und fängt bald eine Schreinerlehre an. (Bild: Boris Bürgisser, Wolhusen, 4. Juni 2019))

Die Stadt Luzern startet ein weiteres Projekt um Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Ab August können neun Personen mit «Perspektive Holz» eine einjährige Ausbildung starten, eine Art Vorlehre. Die Stadt arbeitet dabei direkt mit dem kantonalen Verband Luzerner Schreiner zusammen, der den Ausbildungslehrgang konzipiert hat.

«Perspektive Holz» ist die dritte Massnahme die der Luzerner Stadtrat zur Integration umsetzt. Neben stadtinternen Massnahmen wurden bisher zwei Lehrgänge im Bereich Logistik für insgesamt 23 Personen umgesetzt, und durch eine Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Arbeiterhilfswerk Zentralschweiz (SAH) ein Job-Support installiert, der Flüchtlinge und Arbeitgeber begleitet und unterstützt. Das Stadtparlament hat letzten Herbst dafür 1, 5 Millionen Franken gutgeheissen.

«Gewinn für beide Seiten»

Das aktuelle Projekt «Perspektive Holz» startet im August und dauert bis Ende Juni 2020. Danach folgt der zweite Lehrgang. Insgesamt 18 Flüchtlinge werden so bis 2021 teilnehmen können. «Auch in der Holzbranche mangelt es an Fachkräften und wir müssen um Lehrlinge kämpfen. Dieser Ausbildungsgang ist ein Gewinn für beide Seiten und auch eine gesellschaftliche Aufgabe», erklärt Beat Bucheli, Präsident des Luzerner Schreinerverbands. Schwerpunkte der Vorlehre sind Deutschkenntnisse und der Umgang mit Holz. Im Deutsch wird die Stufe B1 erlernt. Sie ermöglicht eine selbstständige Sprachführung und vermittelt den Fachwortschatz. Nebst Theorie werden zwei je dreiwöchige Praktika angeboten, so Bucheli und fügt an: «Unser Ziel ist es damit das Fundament für eine weiterführende berufliche Grundausbildung zu legen.»

Die neun noch Auszuwählenden im Alter von 21 bis 35 Jahren werden ihr Lehrjahr im Berufsbildungszentrum Hohenrain absolvieren. Dort erhalten sie drei Tage Berufsbildung und zwei Tage Allgemeinbildung inklusive Deutsch. «Damit haben sie das Rüstzeug um eine Lehre mit eidgenössischen Berufsattest zu absolvieren», sagt Bucheli.

Der Stadtluzerner Sozialdirektor Martin Merki (FDP) freut sich auf die Zusammenarbeit: «Bei jungen Flüchtlingen lohnt es sich, in die Ausbildung zu investieren. Sie bleiben in der Regel in der Schweiz und sollen deshalb ein möglichst unabhängiges Leben von staatlichen Leistungen führen können.»

Einer, der es bereits geschafft hat, ist Dejen Tadese aus Eritrea. Er ist einer von zwei Flüchtlingen, die in der Gawo Gasser AG in Wolhusen arbeiten. Demnächst fängt er seine Lehre an.

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