Flüchtlinge: So rüstet sich Luzern

Schwappt die nordafrikanische Flüchtlingswelle über Europa, betrifft dies auch die Zentralschweiz. Die Luzerner Asylzentren sind jedoch heute schon überfüllt.

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Juli 1999: Kosovarische Flüchtlinge werden im Durchgangszentrum Eigenthal von Zivilschützern betreut. (Archivbild/Neue LZ)

Juli 1999: Kosovarische Flüchtlinge werden im Durchgangszentrum Eigenthal von Zivilschützern betreut. (Archivbild/Neue LZ)

Der Kanton Luzern überlegt sich, wie er mit dem erwarteten Flüchtlingsstrom aus Nordafrika umgehen soll. «Wir haben im Augenblick praktisch keine Plätze für Asylsuchende zur Verfügung», sagt Raymond Caduff, Asylkoordinator des Kantons Luzern. Auf Nachfrage präzisiert er: «Wir sind übervoll.»

In den beiden kantonalen Asylzentren Sonnenhof (Emmenbrücke) und Witenthor (Malters) sind derzeit sämtliche 190 Plätze belegt. Insgesamt leben im Kanton Luzern derzeit 700 Asylsuchende.

«Wenn es uns braucht, sind wir da»

Niemand weiss derzeit, wie viele Flüchtlinge aus Nordafrika wirklich in die Schweiz reisen werden. Manche Politiker befürchten, die Situation könnte ähnliche Ausmasse annehmen wie im Kosovo-Krieg Ende der Neunzigerjahre.

Raymond Caduff geht nicht davon aus, dass die Krise in Nordafrika zu einer vergleichbaren Flüchtlingswelle wie 1998/99 führen wird. Sollte sich in den kommenden Wochen das Gegenteil abzeichnen, versuche der Kanton zur Stelle zu sein. Die Caritas etwa sei bereit, innert Kürze ihren Bestand an Betreuungspersonal hochzufahren. «Wenn es uns braucht, sind wir da», sagt Caritas-Sprecher Urs Odermatt.

Daniel Schriber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.