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FLÜHLI: Bote verliest flotte Verse

Der neue Hirsmändigsbote gab gestern seine gefürchtet spitzen Verse zum Besten. Mit den «Opfern» söhnte er sich wieder aus.
Monika Van De Giessen
Hirsmändigsbote Guido Bucher. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Hirsmändigsbote Guido Bucher. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

In Flühli wurde gestern gespöttelt, was das Zeug hielt. In der Entlebucher Gemeinde wird statt des Güdismontags der Hirsmändig gefeiert. Kernstück ist der Auftritt des Boten, der hoch zu Ross den Hirsmändigsbrief verliest. Gnadenlos und ungeschminkt kommen dabei nationale, kantonale und lokale Themen aufs Tapet, welche die Gemüter im Verlaufe des Jahres erhitzt hatten.

Heuer warteten die rund 700 Besucher bei leichtem Schneetreiben auf dem Dorfplatz gespannt auf den Auftritt des neuen Boten. Punkt 11 Uhr erschütterten Böllerschüsse das Waldemmental. Wer ist der diesjährige Bote? Wieder eine Frau oder ein Mann? Gemunkelt und getuschelt wurde im Vorfeld zum Hirsmändig viel in der Gemeinde Flühli. Doch wer die Nachfolge des ehemaligen Boten Klara Bucher aus Sörenberg antreten wird, war streng geheim und wurde vorher nicht verraten. Apropos Sattel: Der neue Hirsmändigsbote, FDP-Kantonsrat Guido Bucher (54), verriet unserer Zeitung, dass er an einem Sonntagabend in Schüpfheim in der Reithalle eine geheime Reitstunde nahm, denn es durfte ihn ja niemand dabei sehen. «Meine einzige Sorge galt heute dem schadlosen Auf- und Absteigen vom Ross. Denn bei meiner Reitlektion bin ich böse auf das Hinterteil gefallen», erzählte Guido Bucher, der sehr gerne dichtet. Guido Bucher, Vater von drei erwachsenen Töchtern, ist Primarlehrer und Schulleiter in Flühli. Er kennt den Hirsmändig, seit dieser vor über 20 Jahren in Flühli wieder ins Leben gerufen wurde. 25 Jahre lang war er Gemeinderat von Flühli, wovon von 2004 bis 2012 deren Präsident.

Versöhnungstrunk auf Dorfplatz

Gar so bös war es nicht, was der Hirsmändigsbote Guido Bucher in Knittelversen verlas. Besucher und Betroffene lachten herzhaft. Damit all das, was der Hirsmändigsbote herausposaunte, niemandem im falschen Hals stecken blieb, folgte just nach dem Verlesen des Briefes ein Versöhnungstrunk.

Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
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Hirsmändig in Flühli

Nach dem Verlesen der Verse gings ins Kurhaus zum gemeinsamen Hirsemahl. Am Nachmittag traten Botschafter aus der Region auf, die berichteten, was beispielsweise in Hasle, Schüpfheim, Escholzmatt, Entlebuch und Sörenberg seit der letzten Fasnacht passiert war. Hedy Lang aus Ermensee, ehemalige Kantonsratspräsidentin, war eine der fünf Botschafter. Sie nahm so ziemlich alle und alles auf die Schippe. Unter anderem auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel: «Beim Langlaufen im Engadin mit ihrem Schatz fiel sie ghörig auf den Latz», dichtete sie.

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